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06.02.2013
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Gesellschaft
Münchener Spitzen

Von Gisela Maria Freisinger

Gesellschaft: Münchens High Society
Fotos
Dirk Bruniecki für manager magazin

In keiner anderen deutschen Stadt ballt sich so viel Wirtschaftskraft wie in München, keine andere bietet so viele Standortvorteile. Die Spitzen der Gesellschaft wissen zu arbeiten - und diskret zu feiern.

München - Freudenflammen züngeln aus Designerkübeln in die Schwabinger Nacht. Auf den roten Teppich wurde verzichtet, bloß nicht auffallen in diesen politisch korrekten Zeiten. It's Partytime in München, die Temperatur eisig, die Stimmung wärmend, denn gefeiert wird einer, in dessen Gesellschaft sich jeder ungeniert sehen lassen kann: Roland Berger, Doyen der gleichnamigen Unternehmensberatung, zelebriert seinen 75. Geburtstag.

Und dann das: Nur das Verkehrsrauschen der Gabelsbergerstraße gibt die Begleitmusik, als Deutschlands Granden aus allen Teilen der Republik im Sekundentakt den Fuß an der Bordsteinkante aufsetzen und den Weg hinunter in die avantgardistisch anmutende Gruft, ins Grab der Pharaonen, beschreiten.

Hinter der meterlangen Absperrung drücken nur zwei verloren wirkende Fotografen auf den Auslöser. Auch ein Kameramann findet sich ein. Ministerpräsident Horst Seehofer steuert stracks auf das konkurrenzlose Mikrofon zu, nachdem er für einen Moment verschreckt in die mediale Ödnis gestarrt hat. Welch kümmerliche Medienbegleitung in der vermeintlichen Hauptstadt des Klatsches und Tratsches, für ein Fest von historischer Dimension!

Sind am fabelhaftesten aller deutschen Wirtschaftsstandorte alle übersättigt von den Dax-30-Bossen, Aufsichtsräten und grauen Eminenzen, die gleich zu Dutzenden einmarschieren? Alphatiere und Potentaten von A bis Z, Josef Ackermann und Hubert Burda, Gerhard Cromme und Alexander Dibelius; Tom Enders, Franz Fehrenbach, Jürgen Fitschen und Peter Löscher; René Obermann, Michael Otto, Ferdinand Piëch; auch Wolfgang Reitzle, Nikolaus von Bomhard und Martin Winterkorn, um nur die bekanntesten zu nennen; selbst Jürgen Schrempp ist noch einmal aus der Versenkung aufgetaucht.

Die hohe Kunst der Schmeichelei

Auch hochkarätige Frauen sind darunter, Trumpf-Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller, Charlotte Knobloch, Grande Dame der Jüdischen Gemeinde, Isa von Hardenberg, die Oberlehrerin im Fach Benimmkunde für Berliner. Nun steht sie im unbestückten Museumsreich der alten Ägypter und strahlt. "In München mischen sich Wirtschaft, Politik und Kultur in einzigartiger Weise, hier stimmt das viel zitierte Bonmot von der durchlässigen Gesellschaft, in der jeder nach seiner Fasson selig werden kann."

Die Gräfin versteht sich eben auf die hohe Kunst der Schmeichelei. "Hier trifft man auf so viel Eleganz, woran es in Berlin zweifellos noch etwas hapert."

Dann Ursula Piëch, die sich von der Frau an seiner Seite zur Aufsichtsrätin gesteigert hat und jede gehobene Augenbraue ob dieses Karriereturbos lachend ignoriert. Natürlich auch die Stars aus dem Fernsehen an der Seite der Wirtschaftsgrößen, Maria Furtwängler, Maybrit Illner, Nina Ruge. Alles in allem über 200 sich gegenseitig an Bedeutung Überbietende, wichtige Wichtigs, Schlag auf Schlag.

Geladen sind selbstredend auch Ann-Kristin und Paul Achleitner. Wo immer die doppelpromovierte Aufsichtsrätin, die mittlerweile eine Reihe bedeutender Mandate anhäuft, und der Oberaufseher der Deutschen Bank auftreten, kommen Charme und Chuzpe mit aufs Parkett. Auch das in Managementzirkeln rare Gut Glamour und eine geballte Ladung Macht. Im Kosmos der deutschen Wirtschaftssalons geben die Achleitners die Kennedys.

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München erobert auf vielen Feldern den Spitzenplatz

Leistungsbarometer Mit gut 1,4 Millionen Einwohnern nur auf Rang drei, ist keine deutsche Stadt weltweit so bekannt wie München. Mit sechs Dax-Konzernen, Tausenden von kleinen und mittleren Unternehmen, zwei Exzellenz-Universitäten, einer Eliteakademie können die Bayern punkten. Knapp 95¿000 Studenten halten die Stadt jung, es herrscht nahezu Vollbeschäftigung. Allerdings ist auch die Zahl der Drogentoten spitze in Deutschland, genauso wie die Mieten. Die Gefahr wächst, ein Ghetto für Reiche zu werden.

Lebensqualität Die renaturierten Isarauen, der Eisbach, der Englische Garten, Olympiapark, Allianz Arena, die Biergärten, nirgendwo, da sind sich die Münchener sicher, gibt es so viele traumhafte Möglichkeiten für kleine Fluchten. Gute Theater und Museen gibt es en masse, die Berge und Seen drumherum liefern spektakuläre Naturschauspiele. Kein Wunder, dass einmal im Jahr durchgedreht wird, dann ist Oktoberfest!

Die einflussreichsten Kreise
Öffentliche und private Spitzenfeste

  • Ehrenloge Allianz Arena
    Es laden die Potentaten von Münchens geldwertem Klub, dem FC Bayern.
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    Unter Ex-Botschafter Wolfgang Ischinger entwickelte sie sich zum exklusiven Stelldichein der internationalen Elite. Am Vorabend bittet Wolfgang Reitzle zum Dinner beim "Käfer".
  • Einladung des MP
    Der bayerische Ministerpräsident tafelt mit Auserwählten im Münchener Antiquarium.
  • Oper + Oktoberfest
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