Montag, 27. April 2015

Pannenserie bei Boeing Treibstoffleck - Dreamliner bricht Start ab

787 Dreamliner: Die Zwischenfälle mit dem Prestigeflieger von Boeing häufen sich

Bei Boeings 787 Dreamliner ist es zu einer zweiten Panne in zwei Tagen gekommen. Eine Maschine der Japan Airlines verlor Treibstoff und musste den Start abbrechen. Auch eine andere Fluggesellschaft meldet Probleme mit dem Vorzeigeflieger.

New York - Bei einem Boeing -Dreamliner ist es erneut zu einem Zwischenfall gekommen. Nachdem am Montag in einer Maschine auf dem Bostoner Flughafen ein Brand ausgebrochen war, musste ein weiteres Flugzeug am Dienstag einen Start in der US-Ostküstenmetropole abbrechen.

Als Grund nannte ein Feuerwehrsprecher ein Leck am Treibstofftank, bei dem rund 150 Liter ausgetreten seien. Ein Feuer sei nicht ausgebrochen, niemand sei verletzt worden. Eine Sprecherin von Japan Airlines sagte, Ursache sei ein mechanisches Problem gewesen. Die Details seien noch nicht bestätigt. Boeing Börsen-Chart zeigen war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die Unglücksmaschine vom Montag gehörte ebenfalls Japan Airlines. Bei dem Vorfall explodierte offenbar eine Batterie, die Geräte an Bord mit Strom versorgt. Die US-Transportbehörde NTSB erklärte, das Feuer habe einen schwerwiegenden Schaden im Flugzeug angerichtet.

Laut einem Medienbericht hat auch United Airlines Schwierigkeiten mit einem seiner Dreamliner. Es handele sich um das Kabelproblem, dass auch an Bord der Japan-Airlines-Maschine am Montag für Probleme gesorgt habe, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eine nicht näher genannte Person. United habe seine Maschinen kontrolliert, nachdem Japan Airlines seinen Dreamliner aus dem Verkehr gezogen habe.

Der Dreamliner gilt als Prestigeprojekt des Airbus-Konkurrenten Boeing, der das neue Modell erst mit jahrelanger Verspätung ausliefern konnte und zuletzt auch mit Triebwerksproblemen zu kämpfen hatte.

rei/rtr

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