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14.12.2012
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Lexus GS 450h
Leiser Gleiter

Von Michael O. R. Kröher

Lexus GS 450h im Fahrtest: Hybrid mit Temperament
Fotos
Lexus

Lederlenkrad, edle Hölzer, feine Technik: Bei der Testfahrt mit dem Lexus GS 450 war Werner Dornscheidt, Chef der Düsseldorfer Messegesellschaft, vom leisen Dahinsegeln des Hybrids begeistert.

Düsseldorf - Für Laien oder Markenneulinge mag die aufwendige Hybridtechnik des Lexus GS 450 eine Einstiegshürde, womöglich gar ein Buch mit sieben Siegeln sein. Werner Dornscheidt lässt sich jedoch von vielen blinkenden Kontrolllämpchen in den Rundinstrumenten, von den Balkendiagrammen und Energieflussschaubildern im Zentralmonitor der Businesslimousine nicht beeindrucken.

Der Chef der Düsseldorfer Messegesellschaft - korrekter Titel: Vorsitzender der Geschäftsführung - rückt sich den üppigen Lederfauteuil zurecht, stellt Lenkrad und Außenspiegel so routiniert ein, als habe er die Taster seitlich am Sitz und in der Fahrertür, den Hebel an der Lenksäule schon hundertmal benutzt - und düst los.

Der GS 450, so verrät der 58-Jährige wenig später, ist nicht der erste Hybrid, den er fährt: Das Modell Prius vom Lexus-Mutterkonzern Toyota hat er "aus purer Neugier" früher schon mal ausprobiert. Der war freilich weniger nobel ausgestattet, hatte zum Beispiel kein handschmeichlerisches Lenkrad aus Leder und edlen Hölzern wie der Testwagen.

Dessen Ausstattung findet generelles Lob: Vor allem das Head-up-Display hat es Dornscheidt angetan, aber auch der Totwinkelwarner. Der Tester vermisst nur die Abstandsautomatik, die er in seinem Dienstwagen, einer Mercedes-S-Klasse, schätzen gelernt hat. Gegen Aufpreis wäre aber auch dieses Extra bei Lexus erhältlich.

Leises Dahinsegeln

Trotz seiner Hybrid-Erfahrung wundert sich Werner Dornscheidt, wie leise der Lexus im Elektrobetrieb dahinsegelt. Auch die Arbeiter, die Stände für die nächste Messe aufbauen, schauen dem nahezu lautlosen Gleiter irritiert hinterher. Die Geräuschdämmung funktioniert so perfekt, dass der Tester an der ersten Ampel dann doch das Energieflussschaubild zu Hilfe nehmen muss, um sich vom automatischen Abschalten des Verbrennungsmotors zu überzeugen. Im Stillstand erzeugt das Säuseln der Klimaanlage im Cockpit einen ähnlichen Pegel wie der Sechszylinder unter der Haube.

Neu ist für den Tester, dass auch ein Hybridmodell in verschiedenen Motor- und Fahrwerksabstimmungen gefahren werden kann: Nach den ersten Kilometern im Eco-Modus schaltet Dornscheidt um auf Sport - und erfreut sich an der nun gestrafften Federung. Bei den häufigen Spurwechseln im Stadtverkehr und den engen Kurven von Autobahnauffahrten fährt sich der Lexus nun "so direkt wie ein Scooter".

Im Sport-Modus schaltet auch der Verbrennungsmotor früher zu - und gibt zusammen mit dem Elektromotor ein enormes Drehmoment auf die Hinterachse. Maximal 345 PS können so abgerufen werden - "eine überzeugende Leistung", findet der Tester, der sich nun auf den Autobahnen rings um Düsseldorf immer wieder an Zwischensprints und Überholmanövern erfreut.

Trotz solcher Spaßausbrüche bleibt der Spritverbrauch des großen Hybrids unter neun Litern, was nach Werner Dornscheidts Erfahrung "in dieser Klasse ein äußerst respektabler Wert ist". Der zudem beim Cruisen auf den kurvenreichen Sträßlein durch den Grafenberger Wald noch weiter sinkt.

Am Ende der Testfahrt überzeugt auch der Blick in den Kofferraum: Das dort gebotene Volumen sei "mehr, als die S-Klasse bietet". Wodurch sich der GS 450h auch als Dienstwagen für Werner Dornscheidt empfiehlt. Bliebe nicht ein entscheidendes Defizit: Der Lexus muss als ökologisch korrekter Hybrid ohne Standheizung auskommen. Und das, findet der Messe-Manager, sei seinem Chauffeur in der kalten Jahreszeit nicht zuzumuten.

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