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08.01.2013
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BMW Gran Coupé im Test
Schicker, schlanker, schneller

Von Michael O. R. Kröher

Autotest: Unterwegs mit dem BMW 640 Gran Coupé
Fotos
Wolfgang Zlodej

Schneidiges Design, sportlicher Charakter: Damit punktete das viertürige Gran Coupé von BMW bei Torsten Dörling. Der Chef des Reisegepäckherstellers Delsey testete den Wagen für manager magazin. Nur der Kofferraum war dem Kofferfirmenmann zu klein.

Hamburg - Gleich zu Beginn seiner Testfahrt hat Torsten Dörling einen Einfall: In seinem Sortiment, sagt der Geschäftsführer des Reisegepäckherstellers Delsey in Deutschland, gebe es einen Koffer, der haargenau zu dem auffälligen Mattlack des Fahrzeugs passe. Tatsächlich findet sich im Delsey-Katalog ein Modell aus satiniertem Polycarbonat. Die Abbildung schimmert ganz ähnlich wie das "Frozen Bronze Metallic" des BMW Gran Coupés.

Dessen Oberfläche verleitet zum Anfassen. Auch Dörling lässt seine Fingerkuppen über das raffiniert geformte Blech gleiten, bevor er einsteigt. "Faszinierend" findet der 49-Jährige die Haptik des neuartigen Lacks: "Grobkörnig und dennoch solide. Ebenso ungewöhnlich wie hochwertig."

Auch im zweifarbigen Innenraum findet der Tester Anlass zum Lob: Das Leder wurde mit farblich abgesetzten Fäden vernäht, der Ton jeweils identisch mit dem des anderen Leders. Die weißen Sessel erinnern an das Cockpit einer Jacht. Und der Dachhimmel aus Alcantara in einem warmen Braun erinnere an "das Fell eines Rennpferds". Insgesamt sei BMWs neues Fließheckmodell "eine Augenweide", schwärmt Dörling.

Front und andere Charakteristika der Karosserie übernahm das Gran Coupé von den zweitürigen Modellen der 6er-Reihe. Für einen bequemen Fond wurde der Radstand um elf Zentimeter verlängert. Nun misst der Viertürer gut fünf Meter - "und wirkt dennoch schlank und schick".

Die Kofferraumklappe gleicht einem Briefschlitz

Torsten Dörling ist bekennender Fan der bayerischen Autobauer. Dienstlich fährt er einen 530d Touring. Ein Kombi muss es sein, da bei Delsey auch die Chefs die Kofferkollektion bei Kundenbesuchen mitführen. Umso mehr freut er sich auf das leistungsstarke Gran Coupé mit seinem enormen Drehmoment von 630 Newtonmetern.

Leider sind die Autobahnen rings um Hamburg verstopft. Am frühen Freitagnachmittag führt kein Weg aus der Hansestadt heraus, der eine Fortbewegung jenseits von Tempo 200 erlauben würde. So muss sich der Tester mit gelegentlichen Zwischenspurts begnügen, bei denen der sonore Sound des Reihen-Diesels sein Fahrerherz erfreut.

Bemerkenswert findet Dörling den geringen Spritverbrauch des 1,8-Tonners: Der Bordcomputer registriert einen Langzeitschnitt von 8,2 Litern auf 100 Kilometer; selbst bei der forcierten Testfahrt mit viel Stop and Go steigt die Anzeige kaum. Das Automatikgetriebe mit acht Stufen hält Drehzahl und Drehmoment stets im optimalen Bereich.

Bei den technischen Extras des Testwagens sticht Dörling vor allem das Head-up-Display angenehm ins Auge: aktuelle Geschwindigkeit, geltende Tempolimits und Navi-Anweisungen werden direkt ins Blickfeld des Fahrers projiziert. Dazu genießt der Tester den raffinierten Raumklang der Hi-Fi-Anlage von B&O.

Zurück auf dem Büroparkplatz, überprüft er noch das Raumangebot des Gran Coupés: Der Einstieg zum Fond wird trotz der tief gezogenen Dachlinie kaum behindert. Auf den präzis geformten Einzelsitzen dort finden auch Großgewachsene hinreichend Kopf- und Bewegungsfreiheit. Lediglich die Kofferraumklappe findet der mm-Tester "etwas klein geraten". Große Gepäckstücke müssen hier mühsam eingefädelt werden: "Fast wie durch einen Briefschlitz".

Dörlings Bilanz: Das Gran Coupé sei eine "vollwertige Reiselimousine", die den Tester in Versuchung führt. Die Sachzwänge eines Reisegepäckherstellers unterdrücken den spontanen Kaufwunsch jedoch schlagartig: "Trotz des geräumigen Kofferraums - meine Kofferkollektion bekäme ich hier nie unter", sagt Dörling und zuckt bedauernd die Achseln.

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Steckbrief

mm-Kri­tik: Das Gran Coupé bereichert die Modellpalette von BMW besonders durch seine Eleganz. Im Alltag jedoch zerrt die neuartige Navigation an den Nerven: Das "Real time"-System gibt bisweilen falsche Anweisungen, etwa zur Fahrspurwahl, und empfiehlt manchmal unpraktikable Routen. Nahe der Höchstgeschwindigkeit nervte im Testwagen zudem ein pfeifendes Windgeräusch die Insassen.
  • Technik (640d): Sechszylinder-Turbodiesel mit 313 PS/230 kW; Spitze: 250 km/h; CO2-Ausstoß: 148 g/km.
Preis (640d): ab 83.000 Euro.


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