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19.10.2012
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Euro 500
Die Methode

Von Mark Böschen und Dietmar Palan

Wirtschaftsprüfer: Bilanzforscher Pellens (vorn) mit seinen Assistenten Rüthers, Rowoldt und Lehmann
Oliver Tjaden für manager magazin

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Wie aus 182.000 Daten das Ranking der 500 größten Börsenfirmen Europas entsteht

Analyse: Wer schafft Aktionärsvermögen, wer vernichtet es? 182 000 Daten prüften Professor Bernhard Pellens von der Ruhr-Universität Bochum und Kapitalmarktexperten von Deloitte, um die Performance der 500 größten Börsenfirmen Europas zu ermitteln.

Basis: Aus dem Stoxx 600 werden die 500 größten Konzerne herausgefiltert und nach der Systematik des Industry Classification Benchmark unterteilt. Immobilien- und Beteiligungsfirmen sowie Firmen, die kürzer als drei Jahre an der Börse sind, bleiben unberücksichtigt.

Fundamentale Überrendite: Die Kennziffer zeigt, ob die Eigenkapitalrendite (EKR) einer Firma die von den Aktionären geforderte Verzinsung des Eigenkapitals (Eigenkapitalkosten) übersteigt. Die EKR wird als Durchschnitt der vergangenen drei Jahre berechnet.

Überrendite Börse: Liegt der Total Shareholder Return (ermittelt aus den Kursänderungen und den Dividendenzahlungen von Ende Juli 2009 bis Ende Juli 2012) über den Kosten des Eigenkapitals, wurde der Wert des Aktionärsvermögens gesteigert.

500 Unternehmen im Test: Wie Sie die Kennzahlen und Tabellen interpretieren müssen
manager magazin

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Kurspotenzial:
Die geschätzte künftige Überrendite Börse gibt die Einschätzung der Analysten wieder. Sie wird aus den durchschnittlichen Kurs und Dividendenprognosen für die kommenden zwölf Monate berechnet. Liegt die erwartete Börsenrendite über der EKR, können die Anleger mit Kursgewinnen rechnen. Die Firmen müssen von mindestens zehn Analysten beobachtet werden.Der Markterwartungswert zeigt, ob die Eigenkapitalrendite reicht, um den aktuellen Börsenwert zu rechtfertigen, oder ob die Kurse bereits künftige Gewinnsteigerungen enthalten.

mm-Bewertung:

Die fundamentale und die an der Börse erzielte Überrendite werden am Ende zu einer einheitlichen Bewertungskennziffer auf einer Punkteskala von 0 (für das schlechteste Unternehmen) und 100 (für die beste Firma) zusammengefasst.

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Kapitalmarktanalysten: Deloitte-Partner Epstein mit seinen Kollegen Weber, Stein und Witzemann (v. l.)
Oliver Tjaden für manager magazin

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Die Börsenstars von Morgen
Was der Markterwartungswert verrät

  • Die Ausgangslage
    Ralph Dommermuth (48) hatte in den vergangenen drei Jahren einen mächtigen Lauf. Der Chef des Telekomdienstleisters United Internet steigerte den Wert seiner Aktie von 4,3 auf rund 16 Euro. Findet der Höhenflug in den kommenden Monaten eine Fortsetzung, oder droht der Absturz, weil die Aktie nun womöglich zu hoch bewertet ist? Die Antwort auf diese Frage liefert der von den Kapitalmarktexperten des Beratungsunternehmens Deloitte berechnete Markterwartungswert.
  • Die Analyse
    Die Kennzahl gibt die in den Kursen bereits enthaltene Erwartung der Kapitalmärkte an die künftige Gewinnentwick-lung der Unternehmen wieder. Sie zeigt, inwieweit die aktuelle Ertragskraft durch die Bewertung an der Börse abgedeckt ist. Liegt der Markterwartungswert signifikant über dem Durchschnitt der Branche, weist die mm-Tabelle also einen hohen Wert aus, ist die Firma tendenziell hoch bewertet. Die Märkte erwarten höheres Wachstum und größere Gewinne. Anders gesagt: Die Aktie hat ihr Potenzial weitgehend ausgereizt. Liegt der Markterwartungswert dagegen unter dem Branchenschnitt oder fällt er gar in den negativen Bereich, signalisiert die Kennzahl ein tendenziell niedriges Bewertungsniveau. Die Börsianer rechnen also mit schlechteren Erträgen als im Schnitt der Branche. Gelingt es den Firmen, ihre Ergebnisse zu halten oder gar zu steigern, sind Kurssteigerungen möglich.
  • Die Branchenselektion
    Der Markterwartungswert liefert obendrein Hinweise zur Auswahl der aussichtsreichsten Branchen (siehe Kasten "Was die Börse erwartet ...") . "Obwohl die Unternehmen im Gesundheitswesen und der Telekommunikationsindustrie 2011 gute Renditen erzielten, rechnen die Märkte mit sinkenden oder unterdurchschnittlich steigenden Gewinnen", analysiert Deloitte-Partner Rolf Epstein. Sollten die Erträge aber stabil bleiben oder nur leicht anziehen, dürften die Notierungen der jeweiligen Indizes ebenfalls steigen. Das Gegenteil gilt für Baufirmen und Konsumdienstleister. Die Erwartungen sind hoch - trotz der dürftigen fundamentalen Daten. Das heißt, in den Kursen ist bereits eine kräftige Verbesserung der Erträge vorweggenommen. Aussicht auf steigende Kurse gibt es also nur, wenn die Konzerne es schaffen, ihre Gewinne über die ohnehin hohen Erwartungen zu heben.








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