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11.12.2012
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Europas Top-Konzerne
Mit diesen Aktien kommen Anleger sicher durch die Krise

Von Mark Böschen und Dietmar Palan

Euro 500: Das sind Europas leistungsstärkste Konzerne
Fotos
Dirk Schleef für manager magazin

3. Teil: Schnäppchen im Krisengebiet

Die Kehrtwende ist gut begründet. "Die Dividendenrendite in Europa ist doppelt so hoch wie in den USA. Gemessen an den erwarteten Firmengewinnen, sind Europas Aktien um 36 Prozent billiger als US-Titel, das ist ein Rekord", analysiert J.-P.-Morgan-Aktienstratege Mislav Matejka.

Die Euro-500-Analyse zeigt ein ähnliches Bild. "Während der globale Aktienindex MSCI World sich deutlich besser erholt hat und fast das Niveau von 2007 erreicht hat, liegt der Börsenwert der europäischen Topkonzerne noch rund ein Viertel unter dem Vorkrisenniveau", sagt Deloitte-Partner Rolf Epstein.

Selbst in den von den Euro-Turbulenzen am stärksten betroffenen Staaten bieten sich Gelegenheiten. "In Portugal, Spanien oder Italien gibt es nach wie vor hochrentable Konzerne. Diese Unternehmen sind an den Kapitalmärkten viel zu stark abgestraft worden", sagt Wirtschaftsprofessor Pellens: "Das gilt insbesondere für Konzerne, die ihre Wertschöpfung überwiegend im Inland erzeugen und kaum Rohstoffe aus dem Ausland zukaufen müssen."

Ein hoher Exportanteil, eine starke Marktposition und hohe Eintrittsbarrieren für neue Wettbewerber sind gerade in schwierigen Zeiten die wesentlichen Erfolgsfaktoren. Es ist die Formel, die Tomas Puusepp (57), Chef des schwedischen Medizintechnikkonzerns Elekta, stets loswerden will, wenn er auf Analysten und Investoren trifft.

Puusepps Spezialität sind riesige Maschinen zur Strahlenbehandlung von Krebskranken. Seit Siemens Chart zeigen dieses Geschäft weitgehend aufgegeben hat, ist Elekta einer von weltweit nur noch zwei Anbietern. Während der US-Konkurrent Varian vor allem in der Heimat glänzt, bauen die Schweden ihre Führung in Wachstumsmärkten wie China aus.

Übernahmen sorgen für Phantasie

"Die alternde Weltbevölkerung und der Nachholbedarf in den Gesundheitssystemen der Schwellenländer sorgen für eine dauerhaft starke Nachfrage. Bis 2017 sollte der Elekta-Gewinn jährlich um 17 Prozent steigen", schätzt Franz Weis, Fondsmanager bei Comgest.

Für Unternehmen, die wie Elekta auf schnelle Expansion gepolt sind, sehen die Rahmenbedingungen so günstig aus wie schon lange nicht mehr. "Die großen Notenbanken halten die Zinsen auf Niedrigniveau, stützen den Finanzmarkt durch Anleihekäufe und tun alles, um das Wirtschaftswachstum zu beschleunigen", sagt David Kohl, Chefvolkswirt Deutschland des Bankhauses Julius Bär.

Auf einmal erscheinen auch Übernahmen möglich, die vor wenigen Monaten kaum zu finanzieren gewesen wären. Unternehmen mit starken Bilanzen nutzen die Gelegenheit, neue Technologien und Märkte durch Zukäufe zu erobern.

So wie der österreichische Maschinen- und Kraftwerkbauer Andritz. Erst im September schloss Konzernchef Wolfgang Leitner (59) die Übernahme des deutschen Konkurrenten Schuler ab. Es war nicht der erste Coup des Managers, dessen Vater 30 Jahre lang als Industriearbeiter bei Andritz schuftete. Seit Leitner junior vor 25 Jahren als Finanzchef in den Betrieb kam, hat er bereits mehrere kleinere Unternehmen aufgekauft und integriert.

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