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04.12.2012
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Daimler
Falling Star

Von Michael Freitag

Falling Star: Was läuft bei Mercedes schief?
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7. Teil: Die Zahl kritischer Großanleger wächst

Scharf beobachten wird ihn dabei allerdings eine wachsende Schar kritischer Großanleger. Die Investoren legen zwar, wenn sie ihr Engagement überhaupt bestätigen, Wert darauf, dass sie ihre Stimmen nicht bündeln. Dass sie miteinander reden, darf indes als offenes Geheimnis gelten. Genauso wie die Briefe, die Einzelne von ihnen wiederholt nach Stuttgart geschickt haben sollen.

In Finanzkreisen heißt es, zu den besonders Genervten zählten neben der Fondsgesellschaft Union Investment, einer Tochter der deutschen Genossenschaftbanken, auch die über diverse Fonds mit gut 5 Prozent an Daimler beteiligte Investmentgruppe Blackrock sowie der Finanzinvestor Cevian. Die Schweden, denen angeblich rund 2 Prozent gehören, haben sich gerade erst einen ganz besonderen Industrie- und Automobil-Experten ins Haus geholt. Der ehemalige Daimler-Vorstand Eckhard Cordes (61) gehört seit Oktober zum Partnerkreis.

Problem der Corporate Governance

Getrennt voneinander hätten unter anderem Union und Cevian um Audienzen bei Bischoff gebeten, berichten Daimler-Manager. Die Kritiker seien abgewiesen worden. Sie nerve vielerlei, heißt es in Frankfurt. Die Investoren wünschten sich neues Personal sowohl im Vorstand wie auch im Aufsichtsrat. Union habe gar eine Liste mit Wunschkandidaten für den Aufsichtsrat nach Stuttgart geschickt. Der Fonds dränge auf mehr automobile Kompetenz unter den Kontrolleuren. Bislang gibt es da nur Bischoff und die Arbeitnehmer. Der Rest der Aufseher darf als eher autofern gelten.

Leicht wird es nicht werden, die tief verwurzelte Kultur der Selbstbestätigung zu ändern. Schließlich lobt man sich beim Daimler am liebsten gegenseitig.

So auch bei Manfred Bischoffs Geburtstagsfeier. Der Jubilar sei der beste Aufsichtsratschef, den er sich vorstellen könne, gratulierte Zetsche dem Gefährten zum 70. Hoffentlich bleibe ihm Bischoff noch viele Jahre als Kontrolleur erhalten. Corporate Governance à la Daimler.

Technik-Offensive bei Mercedes: Technik-Turbo oder Tohuwabohu?

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