Montag, 29. Mai 2017

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Deutschlands Toparbeitgeber Chancen wie noch nie

Deutschlands Arbeitgeber stellen sich auf die Verknappung des Führungsnachwuchses ein. Die Wirtschaft muss die raren Talente umgarnen. Was die Toparbeitgeber Karriereeinsteigern jetzt bieten - und was sie dafür erwarten.

Michael Berger war schon da, wo Deutschlands Studenten unbedingt hinwollen: als Praktikant bei Porsche Börsen-Chart zeigen, als Diplomand bei Audi Börsen-Chart zeigen und jetzt als Trainee bei Bosch. Der 28-jährige Wirtschaftsingenieur hat nach seinem Studium an der Uni Karlsruhe erlebt, worauf sich auch Hochschulabsolventen mit weniger beeindruckendem Ausbildungsweg künftig freuen dürfen: Die Arbeitgeber haben sich um ihn beworben statt umgekehrt.

Nach einem viertägigen Recruiting-Event im nordschwedischen Arjeplog, wo die Autobauer und Zulieferer ihre neuen Produkte in Schnee und Eis erproben und Bosch den Nachwuchs bei Snowmobilfahrten, Bremstests auf dem zugefrorenen See sowie Fallstudien und Präsentationen sichtete, kam prompt ein Angebot, am begehrten Traineeprogramm für den Führungskräftenachwuchs teilzunehmen: 24 Monate Rotation durchs Unternehmen, mindestens eine Auslandsstation - und der Marschallstab im Tornister. Bosch-Chef Franz Fehrenbach startete auch als Trainee. "Das Gesamtpaket hat mich überzeugt", sagt Michael Berger.

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Die Jagd auf Wiedeking
Der Ex-Porsche-Chef in den Fängen der Justiz

Zwar bekommen Deutschlands attraktivste Arbeitgeber noch weit mehr Bewerbungen, als sie Stellen für den Managementnachwuchs und für Jungingenieure zu besetzen haben. Fast reflexhaft wenden sich immer noch viele Absolventen der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften an die großen Namen vor allem der Industrie.

Das ergab die aktuelle Studie des Berliner Trendence Instituts zu den begehrtesten Arbeitgebern, die manager magazin exklusiv veröffentlicht. "Die Faszination der jungen Leute von der Autoindustrie ist ungebrochen", beobachtet Oliver Viel von Trendence. In der Tat: Sowohl die angehenden Ingenieure wie die künftigen Manager wählten Audi, BMW Börsen-Chart zeigen und Porsche auf die ersten Ränge.

Dort stapeln sich noch die Bewerbungen von Absolventen, die gern einsteigen würden. Doch die Personalabteilungen stellen sich auf eine Verknappung ein. "Ich rechne damit, dass die Zahl der Bewerber über kurz oder lang einbrechen wird", sagt Thorsten Möllmann, Vice President Talent & Executive Management beim Flugzeugbauer EADS Börsen-Chart zeigen. Noch bekommt die Nummer sechs auf der Rangliste der beliebtesten Arbeitgeber für Ingenieure rund 50.000 Bewerbungen auf die jährlich 2500 für Uniabsolventen vorgesehenen Stellen. 1000 dieser Jobs fallen in Deutschland an. Möllmann: "Wir kümmern uns um Talente wie um gute Kunden."

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