Von Anne Preissner
Lehner rennt - auch mit seinen Azubis. Als der Henkel-Chef am 6. Mai beim Düsseldorfer Stadtmarathon startete, konnte er bei dem Staffellauf - viermal gut zehn Kilometer - locker mit den Jungspunden mithalten. Kein Wunder, Ulrich Lehner (61) ist passionierter Langstreckenläufer und braucht für die Marathondistanz von 42,195 Kilometern weniger als vier Stunden.
"Der Mensch ist nur leistungsfähig, wenn auch sein Körper funktioniert", so der Marathonmann. Jenseits von Persil und Pattex sucht der Wirtschaftsingenieur seit Jahrzehnten Ausgleich beim Joggen, Segeln oder Bergsteigen. Absoluter Höhepunkt seines Fitnessprogramms ist die Teilnahme am New-York-Marathon im November.
Extremjobben und trotzdem Sport treiben gehört für viele Führungskräfte untrennbar zusammen. "Wer nur auf einem Bein steht, ist unausgeglichen", sagt Axel Kettenring (42), seit 2003 Deutschland-Chef von Sony Ericsson. Nur übertreiben will er beim Trimmen nicht: "Was zählt, ist der Spaßfaktor."
Schwitzen statt Schweinebraten, Rennen statt Rauchen - hat Churchills "No Sports" ausgedient? Noch nicht auf breiter Front. Wie die neue Repräsentativstudie "Work-Life-Balance" der Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit dem Harvard Businessmanager aufzeigt, bewegen sich drei Viertel der Manager zu wenig.