Freitag, 14. Dezember 2018

Was macht eigentlich C.-H. von Gablenz?

Vor fünf Jahren rauschte die Cargolifter AG unter ihrem Gründer und Vorstandschef Carl-Heinrich von Gablenz spektakulär in die Pleite. Doch Gablenz' Glaube an die eigenen Visionen tut das keinen Abbruch.

Der legendäre Philosoph und Architekt Buckminster Fuller (1895 bis 1983) hinterließ der Welt neben einigen futuristisch-unpraktischen Kuppelbauten auch eine ermutigende Botschaft: Auf dem Weg zum Ruhm zählt vor allem der unbeirrbare Glaube an die eigenen Visionen - weniger deren Realisierung.

Gründer der Cargolifter AG: Banker und Manager Carl-Heinrich von Gablenz
Thomas Ebert
Gründer der Cargolifter AG: Banker und Manager Carl-Heinrich von Gablenz
So gesehen hat Carl-Heinrich von Gablenz gute Chancen, als deutsche Ausgabe von Buckminster Fuller in die Geschichte einzugehen.

Das mit dem Kuppelbau hat er schon ganz gut hingekriegt: Im brandenburgischen Örtchen Brand steht noch heute die gigantische Hinterlassenschaft seiner Cargolifter AG; eine 107 Meter hohe Werfthalle, in der eines Tages ebenso gigantische Frachtluftschiffe entstehen sollten. Heute befindet sich in der Halle ein Spaßbad.

Die börsennotierte Cargolifter AG rauschte 2002 unter ihrem Gründer und Vorstandschef von Gablenz spektakulär in die Pleite.

Doch Gablenz' Glaube an die eigenen Visionen tut das keinen Abbruch. "Die Luftschifftechnologie ist aktueller denn je", konstatiert der promovierte Jurist über den wackeligen Tisch eines Charlottenburger Eckcafés hinweg. "Denken Sie nur an den Klimawandel!"

In Berlin-Charlottenburg liegt auch die Dreizimmerwohnung, die Gablenz zusammen mit seiner Frau bewohnt. Von hier aus will er die Renaissance der Renaissance der Luftschifffahrt einleiten.

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