Montag, 29. Mai 2017

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Bewerbungen Gekonntes Ego-Marketing

Bei Bewerbungsgesprächen unterlaufen auch Managern Fehler, und was Führungskräften im Job täglich gelingt, geht bei der Selbstvermarktung für einen neuen Posten oft gründlich daneben. manager magazin sagt, wie Sie sich Ihrem Traumarbeitgeber gekonnt präsentieren.

So viel ist klar: Wer aufsteigen will, muss fachlich top sein. Und dass man in einem Bewerbungsgespräch nicht den Fehler eines Kandidaten aus der RTL-Quizshow "Der Schwächste fliegt" wiederholen sollte, ist ebenfalls klar: Der hatte, als er nach einem römischen Kriegsgott gefragt wurde, der den gleichen Namen trug wie ein bekannter Schokoriegel, "Snickers" geantwortet statt "Mars".

Bewerbungsdreiklang: Inhaltlich dreht sich das Gespräch in der Regel um die Fragen "Was kann der Kandidat?", "Was will er?", "Was ist er für ein Typ?"
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Bewerbungsdreiklang: Inhaltlich dreht sich das Gespräch in der Regel um die Fragen "Was kann der Kandidat?", "Was will er?", "Was ist er für ein Typ?"
Es weiß zwar keiner so genau, was ein Bewerber in einem Bewerbungsgespräch wirklich wissen muss. "Je umfassender aber die Allgemeinbildung eines Kandidaten, desto größer die Chance, auf dem Steckenpferd des künftigen Chefs mitreiten zu können", sagt der Bochumer Eignungsdiagnostiker Rüdiger Hossiep (46), Autor eines Tests, mit dem Firmen ihre Bewerber vorab testen (www.testentwicklung.de).

Bescheid wissen wird schnell zum entscheidenden Faktor in einer Situation, in der die einfache Regel gilt: Jener Bewerber gilt als dumm, der nicht weiß, was sein Gegenüber weiß.

Der Erfolg einer Einstellungsrunde steht und fällt mit der richtigen Vorbereitung. Je mehr ein Kandidat über das Unternehmen und sein Wettbewerbsumfeld weiß, desto besser wird das Gespräch verlaufen. Wer gar Vorlieben oder Eigenarten seines Gesprächspartners kennt, wirkt sympathisch und schafft eine vertraute Atmosphäre.

Inhaltlich dreht es sich in der Regel um die drei Kernthemen Kompetenz, Leistungsmotivation, Persönlichkeit. Was kann der Kandidat? Was will er? Was ist er für ein Typ?

Merkwürdigerweise schaffen es viele Bewerber nicht, diesen Dreiklang so vorzutragen, dass ihre Talente zur Geltung kommen. "Viele Manager können zwar eine Menge, haben aber große Schwierigkeiten, sich selbst fokussiert zu präsentieren", sagt Bewerbungsberater Uwe Schnierda (41). Mit anderen Worten: Was Führungskräften im Job gelingt, die Konzentration auf das Wesentliche und der Einsatz individueller Stärken, geht bei der Selbstvermarktung für einen neuen Job oft gründlich daneben.

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