Dienstag, 22. Januar 2019

EU-Standortstudie Deutschland kriegt die Kurve

Die Bundesrepublik wird für Unternehmen immer attraktiver. Bis 2010, so zeigt eine exklusive Studie für manager magazin, kann Deutschland in die Topliga der Europäischen Union aufsteigen.

Sagen Sie mal, Herr Immelt, was halten Sie von Deutschland? "Ihr habt eine gute technologische Grundausstattung. Medizintechnik, Energie, neue Werkstoffe - da ist Deutschland sehr stark", urteilt der Chef des US-Multis General Electric Börsen-Chart zeigen (GE). "Alles getrieben von den hier zu Lande traditionell starken Branchen Auto, Chemie, Logistik." Deshalb hat GE voriges Jahr ein Forschungszentrum in Garching bei München eröffnet.

EU-Standortstudie: Deutschland kann schon bald wieder zu Europas führenden Wirtschaftszonen gehören
[M] mm.de
EU-Standortstudie:
Deutschland kann schon bald wieder zu Europas führenden Wirtschaftszonen gehören
Und keine Schwächen?

Oh doch! sagt Jeff Immelt. "Deutschland hat immer noch zu hohe Kosten und zu wenig Flexibilität. Sehen Sie sich Ihr Wirtschaftswachstum an: lahm - bestenfalls."

Dennoch investieren Sie in der Bundesrepublik?

"Wir scheuen vor Investitionen in Deutschland nicht zurück, solange sie gute Renditen einbringen."

Angelsächsische Finanzinvestoren sind derzeit unterwegs und kaufen unterbewertete deutsche Unternehmen. Sie auch?

Gewiss, sagt der GE-Chef. Sein Konzern habe schon ein paar Deals erfolgreich abgeschlossen. "Und wir möchten mehr hier investieren."

Ein typischer Blick von außen. Wie Jeff Immelt erkennen viele internationale Investoren in der Bundesrepublik Stärken, die die Einheimischen vergessen zu haben scheinen. Und manche wetten bereits auf den ökonomischen Wiederaufstieg.

Deutschland, im Wahljahr 2005. Eine Nation hin- und hergerissen zwischen düsterem Jetzt und lichterem Morgen.

© manager magazin 8/2005
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