Freitag, 16. November 2018

Die 50 Mächtigsten Wer die deutsche Wirtschaft lenkt

9. Teil: Von Thoma bis Zumwinkel

 Sterling und damit Teil einer Doppelspitze. Georg F. Thoma (60) ist ein Mann für die spektakulären Fälle: Ob Daimler und Chrysler, Thyssen und Krupp oder Springer und Kirch - stets saß der Topanwalt der US-Sozietät Shearman & Sterling mit am Tisch. In vielen Vorstandsetagen der Dax-Konzerne ist der Düsseldorfer eine feste Advokatengröße. Sein Vorteil: Er denkt wie ein Unternehmer und rät auch schon mal in letzter Minute von einem Geschäft ab. Thomas Managementkünste sind nun auch in eigener Sache gefordert; seit November ist er Global Co-Managing Partner von Shearman & Sterling und damit Teil einer Doppelspitze.


 Günter Verheugen (61) residiert zwar in Brüssel, hat jedoch gravierenden Einfluss auf die deutsche Wirtschaft, denn viele Berliner Gesetze haben ihren Ursprung in der EU-Metropole. Als Industriekommissar ist Verheugen einer der mächtigsten Entscheider in der 25er-Runde. Fast alle wirtschaftsrelevanten Richtlinien und Verordnungen laufen über seinen Schreibtisch. Sein Büro ist deshalb begehrte Aufenthaltsstätte für Lobbyisten und Manager. Der Sozialdemokrat gilt als des Bundeskanzlers Mann in Brüssel. Manche verspotten ihn gar als "Schröders Pudel". Verheugen kontert gelassen: "Der Pudel ist ein bemerkenswert kluges, gelehriges und schönes Tier." Günter Verheugen (61) residiert zwar in Brüssel, hat jedoch gravierenden Einfluss auf die deutsche Wirtschaft, denn viele Berliner Gesetze haben ihren Ursprung in der EU-Metropole. Als Industriekommissar ist Verheugen einer der mächtigsten Entscheider in der 25er-Runde. Fast alle wirtschaftsrelevanten Richtlinien und Verordnungen laufen über seinen Schreibtisch. Sein Büro ist deshalb begehrte Aufenthaltsstätte für Lobbyisten und Manager. Der Sozialdemokrat gilt als des Bundeskanzlers Mann in Brüssel. Manche verspotten ihn gar als "Schröders Pudel". Verheugen kontert gelassen: "Der Pudel ist ein bemerkenswert kluges, gelehriges und schönes Tier."


 Jürgen Weber (63) sitzt in den Aufsichtsräten von Allianz Leben, Bayer, Deutsche Bank, Deutsche Post und Lufthansa. Den Kurs des Luftfahrtkonzerns prägt er als AR-Chef. Weber kraxelt regelmäßig mit einer illustren Schar von Managerkollegen in den Alpen, unter anderem mit Ex-McKinsey-Chef Henzler und DaimlerChrysler-Boss Schrempp. Als Beauftragter der Bundesregierung für Standortmarketing hat Weber zudem Zugang zum Bundeskanzler. Jürgen Weber (63) sitzt in den Aufsichtsräten von Allianz Leben Börsen-Chart zeigen, Bayer Börsen-Chart zeigen, Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen, Deutsche Post Börsen-Chart zeigen und Lufthansa Börsen-Chart zeigen. Den Kurs des Luftfahrtkonzerns prägt er als AR-Chef. Weber kraxelt regelmäßig mit einer illustren Schar von Managerkollegen in den Alpen, unter anderem mit Ex-McKinsey-Chef Henzler und DaimlerChrysler-Boss Schrempp. Als Beauftragter der Bundesregierung für Standortmarketing hat Weber zudem Zugang zum Bundeskanzler.


 Peter Zühlsdorff (64) kennt dank seines bunten Lebenslaufs alles und jeden im Handel und in der Konsumgüterindustrie, und jeder kennt ihn. Regelmäßig heuerte er ab, wenn seine Aufgabe erledigt war oder er sich hätte verbiegen müssen. Bei Wella ging er wegen des Starrsinns der Eigentümer, bei Tengelmann zog er sich aus der Operative zurück, als er die Food-Sparte saniert hatte. Nach einem Engagement für die Leipziger Olympia-Kampagne soll er jetzt das Duale System auf Vordermann bringen. Peter Zühlsdorff (64) kennt dank seines bunten Lebenslaufs alles und jeden im Handel und in der Konsumgüterindustrie, und jeder kennt ihn. Regelmäßig heuerte er ab, wenn seine Aufgabe erledigt war oder er sich hätte verbiegen müssen. Bei Wella Börsen-Chart zeigen ging er wegen des Starrsinns der Eigentümer, bei Tengelmann zog er sich aus der Operative zurück, als er die Food-Sparte saniert hatte. Nach einem Engagement für die Leipziger Olympia-Kampagne soll er jetzt das Duale System auf Vordermann bringen.


 Klaus Zumwinkel (61) weist gleich drei prominenten Konzernen den Weg. Die Deutsche Post lenkt er als Vorstandsvorsitzender, bei der Postbank und der Deutschen Telekom hat er als zupackender Aufsichtsratschef entscheidenden Einfluss. Besonders sein Posten bei der Telekom stärkt seine Macht deutlich. Bundeskanzler Schröder ist Zumwinkel dankbar, dass er bei der Telekom in turbulenter Zeit einsprang. Der Post-Chef sitzt außerdem bei Lufthansa und KarstadtQuelle im Aufsichtsrat. Seine heikelste Aufgabe hat er derzeit im Board der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley zu erledigen. Ex-Manager haben dort Zumwinkels früheren McKinsey-Kollegen Philip Purcell als CEO gestürzt. Klaus Zumwinkel (61) weist gleich drei prominenten Konzernen den Weg. Die Deutsche Post Börsen-Chart zeigen lenkt er als Vorstandsvorsitzender, bei der Postbank Börsen-Chart zeigen und der Deutschen Telekom Börsen-Chart zeigen hat er als zupackender Aufsichtsratschef entscheidenden Einfluss. Besonders sein Posten bei der Telekom stärkt seine Macht deutlich. Bundeskanzler Schröder ist Zumwinkel dankbar, dass er bei der Telekom in turbulenter Zeit einsprang. Der Post-Chef sitzt außerdem bei Lufthansa Börsen-Chart zeigen und KarstadtQuelle Börsen-Chart zeigen im Aufsichtsrat. Seine heikelste Aufgabe hat er derzeit im Board der amerikanischen Investmentbank Morgan Stanley Börsen-Chart zeigen zu erledigen. Ex-Manager haben dort Zumwinkels früheren McKinsey-Kollegen Philip Purcell als CEO gestürzt.

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