Sonntag, 24. März 2019

Allianz Nachhilfe für die Kunden

Die Allianz bastelt an einer neuen Markenarchitektur

Angebotsidee:

Die Allianz verspricht sich von der Übernahme der Dresdner Bank kräftige Synergien. Wenn die Integration abgeschlossen ist und alle Vertriebskanäle ­ Filialen, Vertreter, Direktbank, Finanzplaner ­ eine erweiterte Produktpalette anbieten, sollen jährlich gut 700 Millionen Euro an Zusatzgeschäft in die Konzernkasse fließen. Aber wollen die Kunden überhaupt alles aus einer Hand haben?

Kundenbedürfnis: In einer repräsentativen Befragung hat die Allianz getestet, wie das Konzept ankommt. Ergebnis: "Die meisten Kunden sehen Vorteile in einem kompletten, überschneidungsfreien Produktportfolio" (Allianz-Vorstandsvorlage). Allerdings wusste nur ein Drittel, dass sie Allianz-Angebote bei der Dresdner Bank (und umgekehrt) bekommen.

Markenarchitektur: Eine Marketingoffensive soll die Breite des Angebots für die Kundschaft "erlebbar" machen. Allianz wird zur so genannten Ankermarke, alle Dresdner-Filialen und die Broschüren der Fondsgesellschaft Dit bekommen den Zusatz "Allianz Group".


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