Montag, 17. Dezember 2018

30 Jahre manager magazin Eine Erfolgsgeschichte

mm wird 30. Als Geschenk präsentieren wir auf den folgenden Seiten ein Heft im Heft. Wir blicken hinter die mm-Kulissen und streifen durch die deutsche Unternehmenslandschaft. Und wir erzählen Geschicht(ch)en aus der 30-jährigen mm-Geschichte - zum Erinnern, zum Nachdenken und vor allem zum Schmunzeln.

Was waren das aufregende Zeiten, damals, Anfang der 70er. Die SPD, die erstmals im Nachkriegsdeutschland den Kanzler stellte, wollte unbedingt die Belastbarkeit der Wirtschaft testen. Die Unternehmer sahen sich nicht mehr weit von der Enteignung entfernt und riefen auf zum Kampf gegen die Regierenden.

 Dr. Wolfgang Kaden
Manfred Witt
Dr. Wolfgang Kaden
In dieser heißen Phase beschloss der "Spiegel"-Verlag, bis dahin nur mit dem gleichnamigen Wochenperiodikum am Markt, ein monatliches Wirtschaftsmagazin zu starten.

Vom Herbst 1971 an erschien das Blatt - mit einer Mischung aus (kritischen) Unternehmensberichten und wirtschaftspolitischen Beiträgen. Wobei Letztere von Anfang an unzweideutig Partei nahmen: gegen die rotgelbe Regierung, für freies Unternehmertum und soziale Marktwirtschaft.

Die wirtschaftspolitische Grundposition blieb erhalten, doch die Zahl der politischen Beiträge schrumpfte allmählich. Zunehmend konzentrierte sich die Redaktion auf die Unternehmen.

Von Anfang an prägten die gefürchteten Missmanagementgeschichten das Gesicht des Blatts, eine bis dahin in Deutschland wenig bekannte Spezies der Berichterstattung. Ziemlich respektlos präsentierte die Redaktion in diesen exklusiven Beiträgen unternehmerische Fehlleistungen, die das Management gern vor der Öffentlichkeit verborgen hätte.

Der kritische Ansatz, die investigative Recherche - sie sind das Markenzeichen von manager magazin über die Jahrzehnte hinweg geblieben. Doch das Spektrum des Magazins ist inzwischen sehr viel breiter ausgefächert: Neben Beiträgen über Missmanagement werden auch vorbildliche Unternehmerleistungen analysiert. Dazu die großen Trends der Wirtschaft, die man als Führungskraft kennen muss; schließlich Wissenswertes für die private Geldanlage, für das berufliche Fortkommen, für die persönliche Lebensgestaltung.

Trotz der größeren Themenvielfalt - die Zielgruppe blieb unverändert: manager magazin ist das Magazin für die Führungskräfte in der Wirtschaft (und für die, die auf dem Weg dorthin sind). Ablesbar ist das unter anderem an dem Umstand, dass kein anderes Periodikum, nicht einmal das "Handelsblatt", beim Durchschnittseinkommen seiner Leserschaft an das manager magazin heranreicht.

30 Jahre manager magazin ­ das ist fraglos eine verlegerische und journalistische Erfolgsgeschichte. Das Blatt musste sich stets in einem hoch kompetitiven Umfeld behaupten. Der Konkurrenzdruck hat nicht geschadet; die Auflage ist über die Jahre hinweg stetig gewachsen.

Die Position von manager magazin als ein qualitativ hochwertiges Unternehmensmagazin ist heute stärker denn je. In der Zielgruppe der Entscheider genießt das Blatt ein überragendes Ansehen. Unsere Leser wissen: Es gibt im deutschen Zeitschriftenmarkt kein vergleichbares Produkt. Wir werden dafür sorgen, dass dies so bleibt. Und dass manager magazin immer noch besser wird.

© manager magazin 9/2001
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