Montag, 19. November 2018

Bosch Der Klub der Honoratioren

Acht Männer entscheiden über die Bosch-Strategie

Die acht Herren kommen viermal im Jahr zusammen, um den Konsens zu finden. Einstimmigkeit ist oberstes Gebot. So etwas wie eine Kampfabstimmung hat es seit Bestehen der Robert Bosch Industrietreuhand KG in dem Gremium noch nicht gegeben.

Das Wort führt Hermann Scholl. Er leitet die Sitzungen. Neben ihm vertritt Tilman Todenhöfer die Geschäftsführung. Die übrigen sechs Mitglieder sind auserwählte Ratgeber:

Wolfgang Eychmüller, der ehemalige Chef der Ulmer Wieland-Werke, Peter Adolff, Ex-Allianz-Chef in Baden-Württemberg, Hans Peter Stihl, bis 13. Februar Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages, Bo Erik Berggren, vormals Verwaltungsratsvorsitzender des schwedischen Papierkonzerns Stora, Urs Rinderknecht, Generaldirektor der Schweizer Bank UBS, und - als Vertreter der Familie Bosch - Christof Bosch, Enkel des Firmengründers.

In diesem Honoratiorenkreis besprechen Scholl und Todenhöfer die Strategie des Unternehmens. Alle wegweisenden Entscheidungen werden hier festgelegt. Auch die Kandidaten, die Scholl als Vorsitzenden der Geschäftsführung beerben können, müssen sich diesem Gremium präsentieren.

© manager magazin 4/2001
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