Donnerstag, 9. Februar 2012, 16:50 Uhr

manager magazin



16.02.2010
 

Soziale Marktwirtschaft in Gefahr

Kampf ums Geld

Von Eva Müller

Leere Kassen, hohe Schulden, schwaches Wachstum - Deutschland steht vor den schlimmsten Verteilungskämpfen der Nachkriegszeit. Die von FDP-Chef Guido Westerwelle befeuerte Hartz-IV-Debatte ist nur ein Vorgeschmack. Hält die Gesellschaft das aus?

Amerang im Chiemgau. Der goldene Herbst wollte an diesem föhnblauen Tag Mitte November einfach kein Ende nehmen: Leuchtende Bergspitzen, bunte Blätter, grüne Wiesen bei milden 20 Grad. Doch die vielen Herren und wenigen Damen, die in dem oberbayerischen Weiler vor einem jahrhundertealten Bauernhaus aus ihren Limousinen stiegen, schenkten der Idylle kaum Beachtung.

Die Spitzenleute aus Wirtschaft und Gesellschaft - darunter Wolfgang Reitzle (Linde Chart zeigen), Mathias Döpfner (Springer Chart zeigen), Nikolaus von Bomhard (Munich Re Chart zeigen) und Roman Herzog (Altbundespräsident) - reisten schließlich nicht zum Naturgenuss ins Tagungshaus der Stiftung von Ernst Freiberger. Sie folgten der Einladung des Unternehmers, weil sie eines der wichtigsten Probleme unserer Zeit umtreibt. Wie kann eine Gesellschaft funktionieren, wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst? Wie können Menschen zufrieden bleiben, wenn ihr Wohlstand sinkt? "Wir stehen vor einem gigantischen Paradigmenwechsel in unserer Gesellschaft", davon zeigte sich von Bomhard überzeugt. Und auch das ist klar: Dieser Wandel hat bereits begonnen.

Denn die bangen Fragen des "Ameranger Disputs", so der Titel der Veranstaltungsreihe, sind zu Beginn des Jahres 2010 - Westerwelle lässt grüßen - berechtigter denn je.

Das neue manager magazin

Titel
Die Jagd auf Wiedeking
Der Ex-Porsche-Chef in den Fängen der Justiz

Die tiefste Rezession der Nachkriegszeit hat das Nationaleinkommen um herbe 5 Prozent gesenkt. Selbst nach der Ölkrise Anfang der 80er Jahre war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um knapp ein Prozent gesunken. Diesmal wird die Rückkehr zum alten Wohlstandsniveau Jahre dauern.

Eine schnelle Erholung steht nicht zu erwarten. Selbst wenn die Konjunktur in den vergangenen Monaten wieder etwas angezogen hat, die Aussichten bleiben bestenfalls durchwachsen. Brutaler internationaler Wettbewerb, globale Überkapazitäten gerade in heimischen Schlüsselbranchen wie dem Automobilbau, aber auch die fortschreitende Alterung der deutschen Bevölkerung reduzieren die Chancen auf kräftiges Wachstum. Die drohende Kreditklemme und immer neu aufflammende Krisenherde - wie zuletzt in Dubai - lassen sogar einen erneuten Absturz befürchten.

Der Trend zeigt nach unten. Die Produktionsmöglichkeiten der deutschen Volkswirtschaft wachsen immer langsamer: Von knapp 3 Prozent Anfang der 90er Jahre ist das Potenzialwachstum auf unter ein Prozent in diesem Jahr gesunken.

Diesen Artikel...

Social Networks

  • Twitter
  • Facebook
  • MySpace
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Folkd
  • Google Bookmarks
  • Linkarena
  • Mister Wong
  • Newsvine
  • reddit
  • StumbleUpon
  • Windows Live
  • Yahoo! Bookmarks
  • Yigg











Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service manager magazin mobilmm mobil Twitter-FeedsTwitter-Feeds
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z SPIEGEL-Gruppe - Nachdruckrechte und LizenzenNachdrucke WährungsrechnerWährungsrechner
Ihr persönliches DepotDepot Newsletter-Abo: managerupdateNewsletter-Abo Werbung buchenWerbung buchen
E-MailE-Mail RSSRSS-Newsfeed Info: Wir über unsWir über uns
KurseKurse Der Shop von manager magazin und Harvard Business ManagerShop manager-magazin.de als Startseite einrichtenmm.de als Startseite
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Nach oben