mm: Welchen Rat geben Sie angehenden Managern?
mm: Wie treibt man sich als vielfacher Millionär an, wenn Geld nicht mehr die entscheidende Rolle spielt?
Kahn: Geld motiviert mich nicht, weil Geld ein extrinsischer Faktor und somit zeitlich begrenzt ist. Motivation sollte immer aus einem selbst kommen. Mein Antrieb war nie Geld, sondern der Spaß, die Leidenschaft, das nächste Spiel zu gewinnen, weil ich den Wettkampf liebe.
Wenn die äußere Anerkennung wichtiger wird als der innere Antrieb, wird es gefährlich. Genau hierfür sind unter anderem auch Coaches sehr wichtig, weil sie einen auf solche Entwicklungen aufmerksam machen können.
mm: Ihr Abschied vom Spitzensport ist ein harter Schnitt, den auch jeder Topmanager am Ende seiner Karriere bewältigen muss. Wie haben Sie sich darauf vorbereitet?
Kahn: Schon vor etwa eineinhalb Jahren fing ich an, mich intensiv mit den möglichen Problemen zu befassen, etwa mit der Leere und der Langeweile, die dann entstehen kann. Und ich habe viele Gespräche mit meinem Management und meinem Coach geführt. Viele Aussagen aus meinem Buch über Persönlichkeit, Motivation und Selbstmanagement sind aus diesem permanenten Coachingprozess hervorgegangen.