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17.11.2007
 

Innovationsmanagement

Die Kultur des Erfindens

Von Ursula Schwarzer

Kurze Sätze, klare Sprache, kein Gedröhne - Beispiele aus 22 Firmen zeigen, wie erfolgreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter zu Höchstleistungen anspornen und eine Atmosphäre schaffen, in der Neuerungen gedeihen.

Erkenntniswert: Ratgeber für gutes Management lesen sich oft wie Telefonbücher: gähnend langweilig und letztlich nutzlos, weil die gesuchte Nummer doch nicht zu finden ist. Ganz anders die Fibel "Innovationskultur".


Jürgen Jaworski, Frank Zurlino: "Innovationskultur: Vom Leidensdruck zur Leidenschaft"; Campus, 192 Seiten, 39,90 Euro.

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Sie gibt Antworten auf die Frage, wie Unternehmen eine Atmosphäre schaffen können, in der Neuerungen gedeihen. Die Tipps sind ebenso einleuchtend wie umsetzbar, denn sie beruhen auf prägnanten Beispielen aus der Praxis.

22 Firmen, darunter Siemens Chart zeigen, EnBW Chart zeigen, Freudenberg und Air Liquide Chart zeigen, haben ihre Erfahrungen in dieses Buch mit eingebracht. Sie gehören der 2004 gegründeten Initiative "Cultivating Innovation" an, die unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums steht. Die beiden Autoren Jürgen Jaworski (Geschäftsführer von 3M Deutschland) und Frank Zurlino (Geschäftsführender Partner der Unternehmensberatung Droege) haben die Arbeit des Kreises ausgewertet und kommentiert.

Stil: Kurze Sätze, klare Sprache, detaillierte und übersichtliche Gliederung - ein anspruchsvolles Werk, das auf Wortgedröhne verzichtet. Man muss sich den Text nicht erarbeiten, er liest sich leicht weg.

Nutzwert: Der Charme des Buches liegt darin, dass es keine allgemeingültigen Weisheiten verkündet. Eine Innovationskultur, und sei sie in einem bestimmten Unternehmen noch so erfolgreich, lässt sich ja ohnehin nicht kopieren. Das wissen auch die Autoren. Daher bieten sie für einzelne Probleme verschiedene Lösungsansätze.

Sie überprüften etwa die Praktikabilität der "15-Prozent-Regel", wonach alle Beschäftigten in einem Unternehmen 15 Prozent ihrer Arbeitszeit dafür nutzen dürfen, an neuen Projekten zu forschen, von deren Problemstellung sie fasziniert und von deren Erfolg sie überzeugt sind. Oder sie befassen sich mit verschiedenen Instrumentarien, die zur Steigerung der Risikofreude und Kreativität der Mitarbeiter dienen. Es bleibt dem Leser überlassen, sich die für seinen Betrieb sinnvolle Vorgehensweise herauszupicken.

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