Karrieremanager magazin RSS  - Karriere - Karriere


04.10.2007
Twitter GooglePlus Facebook

Karriere 45 Plus

Auf der Langstrecke

Von Klaus Werle

8. Teil: Horizontale Bewegung

Mit seinem Wunsch rührt Döbler an den vielleicht sensibelsten Aspekt der Karriere im Alter: Viele Führungskräfte sind gern bereit, länger zu arbeiten - allein, oft fehlen die entsprechenden Modelle.

Und wenn die Älteren einfach länger auf ihren Posten bleiben, schwimmen den Jüngeren die Felle davon: Beförderungsstau. Was also tun mit den Senioren, deren Erfahrung man dringend benötigt, die aber auch Platz schaffen müssen für die Jungen? Man kann ja schlecht sagen: "Es muss aussehen wie ein Unfall ...". Erst nach und nach beginnen die Firmen, Modelle für alternative Seitwärts-Karrierewege zu entwickeln.

Die Ergebnisse der mm-Studie unterstreichen den Bedarf an solch alternativer Laufbahngestaltung: 66 beziehungsweise 49 Prozent der Befragten möchten ab 60 in Projekt- oder Teilzeitarbeit wechseln; mehr als drei Viertel wünscht sich hierfür "flexiblere Arbeitszeitmodelle", um die Karriere langsam ausschwingen zu lassen.

"Die Firmen müssen weg vom hierarchischen Denken, von der Idee permanenten Aufstiegs", sagt Personaler Pfister, "und hin zu stärker horizontalen Bewegungen". Ohnehin seien ältere Manager "weniger durch Geld oder hohe Positionen zu motivieren, sondern durch größere Freiheiten und Anerkennung ihrer Erfahrung", hat die Rostocker Expertin Tivig beobachtet. Kreative, individuelle Konstruktionen als Berater, Coach oder Mentor bieten sich an.

Noch aber gilt oft als Verlierer, wer aus der Linienfunktion in ein nebulöses Beraterverhältnis wechselt. "Es muss ein generelles Umdenken in den Unternehmen geben, was die Wertschätzung alternativer Karrierewege angeht", fordert Professorin Staudinger.

Ein bisschen Umdenken, glaubt die Psychologin, würde im Übrigen dem ganzen Land nicht schaden, das sich so gern in endzeitlichen Szenarien vom "Gerassic Parc" und Heerscharen hungernder Pensionäre ergeht. "Die Gefahr ist groß", sagt Staudinger, "dass wir die allgemeine Panikmache auf unser persönliches Älterwerden übertragen und uns damit selbst großer Chancen berauben." Denn wer sich im Alter nichts mehr zutraut, gerät in eine psychologische Abwärtsspirale: Er leistet weniger, als er könnte. Und stirbt deutlich früher.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

Weitere Artikel zu Diesem Thema

Rangliste
Die Dax-Riesen mit den meisten Burn-out-Kranken
Mehr Topleute entlassen
Neue Chefs für den Aufschwung
Vorstandsassistenten
Karriere am Puls der Macht
Golfballtaucher
Der nasse Riese und sein weißes Gold











Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken