Export: Neue Märkte, neues Wachstum
Vor zehn Jahren stand die Geschäftsleitung der bayerischen Wika GmbH vor der Frage: Wo soll künftig das Wachstum herkommen? Die Experten für Druck- und Temperaturmesstechnik setzten auf Internationalisierung. "Das brachte den Schub", sagt Alexander Wiegand, geschäftsführender Gesellschafter der Wika.
Drang nach draußen
Wika wächst im Ausland
Das Unternehmen: Wika ist Spezialist für Druck- und Temperaturmesstechnik und hat in zehn Jahren den Umsatz verdoppelt.
Besondere Stärke: Die systematische Eroberung von zwei neuen Exportmärkten pro Jahr.
Herausforderung: Weitere lukrative Märkte finden - der Mittelständler ist immerhin schon in 31 Ländern aktiv.
Die Manager analysierten, wo das Potenzial groß, aber die Markteintrittsbarrieren niedrig waren und wo die lokalen Handelspartner nur mäßige Arbeit leisteten. Es entstand eine Prioritätenliste, die Wika noch heute abarbeitet.
Die systematische Durchdringung der Welt hat sich für das Unternehmen ausgezahlt: Rund 4400 Mitarbeiter erwirtschafteten 2005 einen Umsatz von 390 Millionen Euro, etwa drei Viertel davon im Ausland und mehr als doppelt so viel wie vor zehn Jahren. Die Umsatzrendite lag bei 7 Prozent.
31 Niederlassungen in aller Welt hat Wika heute. Die Neugründungen bereitet eine 15-köpfige Abteilung in der Zentrale generalstabsmäßig vor und hilft den Firmenablegern über Anfangsschwierigkeiten hinweg. Die Vorgabe: Nach spätestens drei Jahren sollen die Jungen schwarze Zahlen schreiben.
Wie Wika sind knapp 80 Prozent der Befragten der Studie außerhalb des Heimatmarkts aktiv, bei gut der Hälfte der Unternehmen liegt die Exportquote über 40 Prozent. Ihr Auslandsgeschäft wächst mit Raten von 10 Prozent rund zweieinhalbmal so schnell wie die Umsätze im Inland.
Drei Regeln lassen sich aus dem Vorgehen der erfolgreichsten Mittelständler ableiten: