Von Ulrich Buchholtz
Doch wie sollte das Vorsorgevermögen strukturiert werden? Die Finanzplaner des Münchener VZ Vermögenszentrums haben für manager magazin eine Vermögensstruktur für unterschiedliche Lebensphasen entwickelt. Die 30-jährige Nachwuchskraft ist dabei ebenso berücksichtigt wie der gestandene 50-jährige Manager.
Vorsorge: Wie das Depot aufgebaut sein sollte, hängt von der Lebensphase ab
Der größte Teil des Geldes sollte daher anfangs in Aktien gehen, da diese über lange Zeiträume fast immer höhere Renditen abgeworfen haben als Anleihen. Der Berliner Finanzprofessor Richard Stehle hat ausgerechnet, dass der Vorsprung deutscher Aktien gegenüber Anleihen einschließlich dem kumulierten Wert von Bezugsrechten und Körperschaftsteuer-Gutschriften seit 1955 bei jährlich knapp 3 Prozent vor Steuern lag. Nach Steuern wächst der Vorsprung der Dividendentitel sogar noch: Bei einem Steuersatz von 35 Prozent erzielten sie ein jährliches Renditeplus von durchschnittlich fast 4 Prozent.
Natürlich hat das höhere Potenzial der Dividendentitel seinen Preis: Die Kursschwankungen sind stärker als bei den Anleihen. Zwar belegen Stehles Daten, dass dieses Risiko über die Jahre sinkt. So haben die Anleger mit Dax-Aktien ab einer Anlagedauer von zwölf Jahren bisher noch nie Verluste eingefahren. Wird das Geld nicht mit einer einmaligen Einzahlung, sondern in regelmäßigen Raten investiert und auf die globalen Aktienmärkte verteilt, nimmt das Risiko weiter ab.