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27.12.2006
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Vorsorgestrategie

Der richtige Anlagemix

Von Ulrich Buchholtz

2. Teil: Die Lebensphasen

Doch wie sollte das Vorsorgevermögen strukturiert werden? Die Finanzplaner des Münchener VZ Vermögenszentrums haben für manager magazin eine Vermögensstruktur für unterschiedliche Lebensphasen entwickelt. Die 30-jährige Nachwuchskraft ist dabei ebenso berücksichtigt wie der gestandene 50-jährige Manager.

Vorsorge: Wie das Depot aufgebaut sein sollte, hängt von der Lebensphase ab
[M] DPA; mm.de

Vorsorge: Wie das Depot aufgebaut sein sollte, hängt von der Lebensphase ab

Beim Aufbau der Depots hat sich das VZ-Team am Alter der Manager, am Rendite-Risiko-Profil der verschiedenen Anlageklassen, orientiert. So hat ein 30-Jähriger noch den größten Teil seines Arbeitslebens vor sich und kann daher stärker in riskantere Anlageklassen investieren als der 50-Jährige, der bereits einige 100.000 Euro zurückgelegt hat, aber es sich kaum leisten kann, Börsenverluste durch Arbeitseinkommen auszugleichen.

Der größte Teil des Geldes sollte daher anfangs in Aktien gehen, da diese über lange Zeiträume fast immer höhere Renditen abgeworfen haben als Anleihen. Der Berliner Finanzprofessor Richard Stehle hat ausgerechnet, dass der Vorsprung deutscher Aktien gegenüber Anleihen einschließlich dem kumulierten Wert von Bezugsrechten und Körperschaftsteuer-Gutschriften seit 1955 bei jährlich knapp 3 Prozent vor Steuern lag. Nach Steuern wächst der Vorsprung der Dividendentitel sogar noch: Bei einem Steuersatz von 35 Prozent erzielten sie ein jährliches Renditeplus von durchschnittlich fast 4 Prozent.

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Die historischen Zahlen sprechen daher ganz klar für Aktien, wenn es um den langfristigen Vermögensaufbau geht, und Stehle erwartet auch für die Zukunft zumindest im langjährigen Durchschnitt einen Renditevorsprung in ähnlicher Größenordnung: "Alle relevanten Modelle und auch die Zeitreihen anderer Länder, wie die der USA, Großbritanniens oder der Schweiz, die teilweise bis 1802 zurückreichen, sprechen dafür."

Natürlich hat das höhere Potenzial der Dividendentitel seinen Preis: Die Kursschwankungen sind stärker als bei den Anleihen. Zwar belegen Stehles Daten, dass dieses Risiko über die Jahre sinkt. So haben die Anleger mit Dax-Aktien ab einer Anlagedauer von zwölf Jahren bisher noch nie Verluste eingefahren. Wird das Geld nicht mit einer einmaligen Einzahlung, sondern in regelmäßigen Raten investiert und auf die globalen Aktienmärkte verteilt, nimmt das Risiko weiter ab.

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