Von Jonas Hetzer
Karsten von Köller ist der lebende Beweis, dass 66 vollendete Lebensjahre kein Grund sind, sich aus der Arbeitswelt zu verabschieden. Im Gegenteil: Gut zwei Jahre nachdem von Köller, wie es hieß, aus Altersgründen als Vorstandschef der Eurohypo
zurückgetreten war, übt der Mann gleich drei Jobs aus.
Anwalt und Bankchef: Karsten von Köller
Jede Menge Verantwortung, viele Entscheidungen und auch die Möglichkeit, mit sich selbst Geschäfte zu machen. Interessenkonflikte, meinen Kritiker, seien da programmiert.
Tatsächlich erscheint zweifelhaft, dass von Köller seine Jobs in der gebotenen Schärfe voneinander trennt. Zu dicht, das zeigt die Praxis, liegen seine unterschiedlichen beruflichen Aktivitäten beieinander.
Der blaublütige Finanzmann will die AHBR gesundschrumpfen. Die Hypothekenbank soll ihr privates Immobiliengeschäft verkaufen und sich aus der Staatsfinanzierung zurückziehen. Teil der Radikalkur sind massive Entlassungen. Von den noch etwa 320 Angestellten dürften weniger als 200 bleiben.
© manager magazin 5/2006
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