Von Wolfgang Hirn und Ursula Schwarzer
Die Weltwirtschaft verändert sich dramatisch. Als neue Schwergewichte treten Brasilien, China und Indien auf. manager magazin stellt drei noch weithin unbekannte Zukunftsstädte vor, die für Investoren interessant werden. Heute: Pune in Indien.
Bhagwan Shree Rajneesh verhieß vollkommene Erlösung dank Meditation und Gruppensex. Zivilisationsgeschädigte Intellektuelle und frustrierte Hippies folgten zu tausenden seinem Ruf.
Sie strömten ins indische Pune, das damals noch Poona hieß, hüllten sich in rote Roben, legten eine Art Hundehalsband um und opferten oftmals ihr gesamtes Vermögen für die Gnade, im Ashram des Bhagwans arbeiten und lieben zu dürfen.
Die Ergebenheit seiner Jünger zahlte sich für den "Erleuchteten" trefflich aus. Zu seinen Hoch-Zeiten verfügte Bhagwan über eine Flotte von 93 Rolls-Royce.
Vergangen und vorbei. Vom Vermächtnis des 1990 Verschiedenen kündet nur noch ein Meditationszentrum in einem Villenviertel Punes.
Die Stadt im Bundesstaat Maharashtra hat sich seit dem Abgang ihres berühmtberüchtigten Gurus in einen pulsierenden Wirtschaftsstandort verwandelt; die Einwohnerzahl ist von einer Million in den 70er Jahren auf rund fünf Millionen hochgeschnellt.
DaimlerChrysler
arbeitet in Pune profitabel. Auch die beiden Autokonzerne Tata Motors
und Bajaj Tempo florieren. Die Fahrzeugindustrie, ihre Zulieferer und Bharat Forge, die größte Schmiedefabrik der Welt, bilden die industrielle Basis von Pune.
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