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10.06.2005
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Zukunftsstädte

Chongqing in China

Von Wolfgang Hirn und Ursula Schwarzer

Die Weltwirtschaft verändert sich dramatisch. Als neue Schwergewichte treten Brasilien, China und Indien auf. manager magazin stellt drei noch weithin unbekannte Zukunftsstädte vor, die für Investoren interessant werden. Heute: Chongqing in Chinas Mitte.

Langsam fährt das Taxi auf eine Brücke zu. "Look" radebrecht der Fahrer, weil er weiß, was jetzt gleich in unser Blickfeld gerät. Ein paar Sekunden später tut sich plötzlich ein gigantisches Panorama auf: Ein Hochhäusermeer ergießt sich von links nach rechts, so weit das Auge reicht. Kurze Irritation der Sinne: Ist das Manhattan? Nein, es ist Chongqing.

Gigantisch: Chongqing ist mit 31 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Welt. Sie soll nach Pekings Willen zu der Metropole in Chinas kaum entwickelter Mitte werden.
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AP

Gigantisch: Chongqing ist mit 31 Millionen Einwohnern die größte Stadt der Welt. Sie soll nach Pekings Willen zu der Metropole in Chinas kaum entwickelter Mitte werden.

Chong was? Chongqing! Willkommen in der größten Stadt der Welt, die kaum einer kennt. 31 Millionen Einwohner soll sie haben. Die Chinesen rechnen großzügig. Das Umfeld ist inklusive. Die City selbst hat 11 Millionen. Oder sind es 15 Millionen? Egal. Chongqing ist groß, ist wichtig und wird immer bedeutender.

Massive Unterstützung durch Peking: Die Regierung im 1500 Kilometer entfernten Peking hat es so beschlossen. 1997 löste sie die Stadt aus der Provinz Sichuan heraus und erhob sie in den Status einer so genannten regierungsunmittelbaren Stadt.

Das ist ein Privileg, in dessen Genuss bis dahin nur drei Städte gekommen waren: Peking, die Wirtschaftsmetropole Shanghai und die Hafenstadt Tianjin in der Nähe Pekings.

Chongqing nimmt in den Planspielen der Zentralregierung eine bedeutende Rolle ein. Die Stadt soll zu der Metropole in Chinas noch unterentwickelter Mitte werden, so wie es Shanghai im Osten ist.

Die Regierung hat erkannt, dass das soziale Gefälle in dem Riesenreich stetig zunimmt und Unruhen provozieren könnte. Deshalb initiierte sie im Jahr 2000 eine "Go-West-Politik". Durch milliardenschwere Investitionen in die Infrastruktur päppelt sie die Region auf.

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