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20.07.2005
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Luxusuhren

Teurer Täufling

Von Klaus Ahrens und Hanno Pittner

3. Teil: "Vergötterung der Zeit"

Diese Funktion gilt als besondere Herausforderung für den Uhrmacher - vollmundig feiern die Hersteller das Werk denn auch als "weiteren Beweis für ihre Überlegenheit".

Erinnerungsstück: Die neue "Luminor" der Officine Panerai ist in Stil und Werk den 40er Jahren nachempfunden. Preis: 14.900 Euro. Zeigerverzicht: Der "Digiteur MSA" von Chronoswiss zeigt die Zeit mit rotierenden Zifferscheiben, bewegt vom Klassikkaliber FEF 130. Er kostet 7500 Euro. Zukunftsmusik: Der "Concept Chronograph" wird bei TAG Heuer entwickelt. Er soll zwei Werke enthalten, gesteuert über eine Krone. Preisidee: 8000 Euro. Zeitmotor: Autonarren sollen die "Bugatti Type 370" aus der Manufaktur Parmigiani kaufen - sie trägt das Zifferblatt an der Stirnseite und gibt so den Blick auf das Getriebe unter Glas frei. Die Spielerei kostet 199.000 Euro.

Zeigerverzicht und Zukunftsmusik
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Eine andere Spezialität hat Chopard zu bieten - einen ewigen Kalender mit Mondphase, die "L.U.C Lunar One". Auf vier Zifferblättern zeigt sie alles, was der Nutzer wissen möchte - von der Sekunde bis zum vierjährigen Schaltjahrzyklus. "Eine der genialsten Erfindungen der Uhrenkonstrukteure", so die Eigenwerbung von Chopard.

Superlative auch in der Präsentation. Die größte Party in Genf richtete die Richemont-Manufaktur IWC aus Schaffhausen aus. Zur Vorstellung ihrer Neuheit "Ingenieur" hatte das Haus 1000 Gäste geladen, darunter Hollywood-Star Cate Blanchett, Tennis-Altmeister Boris Becker und Fußballmanager Oliver Bierhoff. Das Dessert des zwei Millionen Franken teuren Festes durfte der Sänger Seal mit Musik begleiten.

Wer die stille Kontemplation vor tickenden Zeitmessern derlei Auftritten vorzieht, dem bietet die Swatch-Manufaktur Blancpain einen kompletten Altar. Der Edelholzschrank, mit schwarzem Leder ausgeschlagen, beherbergt in zwei Reihen acht Uhren, jede mit einer anderen Komplikation versehen: Mondphasenkalender und Schleppzeiger-Chronograf sind dabei, Minutenrepetition und Tourbillon.

Alle sind rotierend gelagert, damit die Automatikwerke niemals aufhören zu ticken. Dazu gibt es in drei Schubfächern Spezialwerkzeuge und Bedienungsanleitungen.

"Apotheosis Temporis" heißt dieser Gebetsschrein - "Vergötterung der Zeit". Sie verlangt vom Käufer eine frevlerisch verschwenderische runde Million Dollar.

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