Nur die Dämpfung ist nach Hubers Meinung zu weich: Abrupte Lenkbewegungen quittiert der große, schwere Discovery mit lang anhaltendem Schwanken. "Ein Gefühl wie im Sattel eines Dromedars", kommentiert der Testfahrer trocken.
Die Bedienelemente scheinen dem Automobilzulieferer "wenig durchdacht: zu viele Knöpfe und Schalter, keine klare Nutzerführung". Das Innendesign, ein Mischmasch aus schlammgrünem, matschbraunem und katergrauem Plastik, mag Huber nicht kommentieren. Der Mann hat Manieren.
Insgesamt, sagt er, sei der siebensitzige Discovery ein "erstaunlich solides Auto", ideal zum Beispiel für große Familien, die mit voller Ausrüstung auf Skihütten fahren. Sowie für die Besitzer von Turnierpferden oder Jachten: Der große Kombi, zulässiges Gesamtgewicht 3,2 Tonnen, darf zusätzlich eine Anhängelast von 3,5 Tonnen ziehen.
Steckbrief
mm-Kritik: Ein Auto für Bärentöter: Dank seiner Luftfederung kann der neue Discovery sogar abgesenkt werden, um eine schwere Jagdbeute im üppigen Kofferraum zu verstauen.
Antrieb und Fahrwerk gehören zum Modernsten, was derzeit für Geländewagen angeboten wird. Bei der Innenausstattung gibt es jedoch erst im teuersten HSE-Modell mehr Holz und Leder als bei koreanischen Billiganbietern.
Technik: Turbogeladener V-6-Common-Rail-Dieselmotor mit 140 kW/190 PS; Spitze: 180 km/h; permanenter Allradantrieb mit elektr. Zentraldifferenzial.
Preis: ab 38.500 Euro; Testwagen (Modell TD V6 SE) 43.300Euro.
© manager magazin 4/2005
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