Von Ulrich Buchholtz, Jonas Hetzer und Daniel Schönwitz
Checkliste: Worauf Anleger unbedingt achten sollten
Vorsicht geboten: Prüfen Sie unbedingt die Leistungsbilanz des Fondsanbieters
Initiator: Anleger sollten die Leistungsbilanz des Fondsanbieters genau prüfen. Die Aufstellung belegt, wie oft die im Prospekt avisierten Renditen bei früheren Projekten tatsächlich gezahlt wurden. Hat ein Fondskonstrukteur in mehr als einem Drittel der Fälle seine Prognose nicht erreicht, ist von seinen Versprechungen wenig zu halten. Veröffentlicht ein Anbieter keine Bilanz, ist Vorsicht geboten.
Gebühren: Mit dem einmaligen Aufpreis (Agio) von meist 5 Prozent der Einlage sind längst nicht alle Nebenkosten abgegolten. Vom gezeichneten Kapital zahlen die Fonds noch Vertriebsprovisionen, Konzeptionskosten und mehr. Anleger sollten nur zugreifen, wenn mindestens 85 Prozent ihrer Einlage investiert werden.
Rendite: Die Ertragsprognosen der Initiatoren stützen sich lediglich auf Annahmen. Beliebte Stellschrauben, um die Prospektrenditen aufzuhübschen, sind Wechselkurs und Zinssatz. Wer mit langfristigen Kreditzinsen von weniger als 6 Prozent kalkuliert, rechnet zu optimistisch. Auch ein hoher unterstellter Dollarkurs poliert die prognostizierte Rendite auf. Das spielt eine Rolle, wenn Erträge in Dollar anfallen, wie bei Schiffsfonds.