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02.09.2004
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Chrysler Crossfire

Das Kraft-Ei

Von Michael O. R. Kröher

3. Teil: Direktimport aus Las Vegas?

manager-magazin Fazit: Direktimport aus Las Vegas?

Allein durch sein Äußeres könnte der Crossfire zu einer Ikone des US-Sportwagenbaus werden - etwa in der Tradition des Ford Mustang.

  Große "Kiemen":  Die Luftschlitze an den Seiten symbolisieren Kraft und Durchzugsvermögen.
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Manfred Witt

Große "Kiemen": Die Luftschlitze an den Seiten symbolisieren Kraft und Durchzugsvermögen.

Und damit auch ein Zeichen von gutem wie von schlechtem Geschmack: Den einen gefällt die markige Sportwagenform mit der langen Motorhaube und dem runden, schnittigen Coupé-Heck. Andere empfinden das Kraftmeier-Design als überfrachtet - was durch die Lackfarbtöne und durch stark glitzernde Metalliceffekte zusätzlich verstärkt wird. Der kirschrote mm-Testwagen sah jedenfalls aus wie ein Direktimport aus Las Vegas.

Wer drinnen sitzt, bekommt von der Außenwelt wenig mit. Die schmalen Scheiben sind eher Sehschlitze; als Wartender unter einer hoch hängenden Ampel wird der Fahrer zu absurden Verrenkungen gezwungen.

Solider als im Mustang ist jedoch die Technik: In Chryslers neuem Sportwagen tun bewährte Mercedes-Teile aus dem gerade erst ausgelaufenen SLK-Modell Dienst. Etwa (gegen Aufpreis) die komfortable Fünf-Gang-Automatik - ein Zugeständnis an den amerikanischen Publikumsgeschmack.

Mit amerikanischer Optik und deutscher Technik will der Chrysler Crossfire sportliche Fahrer locken.
Die Sechs-Zylinder-Maschine liefert hinreichend Leistung und respektable Fahrleistungen - doch keinen spektakulären Antritt.

Wer sich in den schwäbischen Limousinen- und Coupé-Modellen der späten 90er Jahre auskennt, der kann auch einen nagelneuen Crossfire blind bedienen: Dieselben Schalter sitzen an denselben Stellen.

Allerdings fehlen Ablageflächen: Selbst eine flache Aktentasche muss mühsam von außen im Kofferraum verstaut werden; ein Durchreichen aus dem Cockpit des Zweisitzers ist nicht möglich. Und beim Schließen klingt die Heckklappe dann nicht etwa satt und solide, sondern schäbig und billig.


Technik: Zweisitziges, heckgetriebenes Sportcoupé mit V-Sechs-Zylinder-Motor; 160 kW/218 PS aus 3199 ccm; Sechs-Gang-Getriebe.

Fahrwerte: Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 6,9 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit 250 km/h.

Verbrauch: 10,4 Liter/100 km (EU-Norm: 7,6 bis 15,4 Liter Superplus).

Grundpreis: 37.200 Euro.

Serienausstattung (Auswahl): ESP, Tempomat, Bordcomputer, elektronischer Bremsassistent, Klimaanlage, Lederausstattung, Leichtmetallräder, Xenonlicht, Sitzheizung.

Sonderausstattung: Metalliclackierung (480 Euro); Fünf-Gang-Automatik (1400 Euro), Navigator (1550 Euro).

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