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manager magazin



14.06.2004
 

Aktienmärkte

Auf den Index setzen

4. Teil: Altersvorsorge mit Indexprodukten

mm: Es gibt doch aber genug Fonds, die besser abschneiden als der Index.

Malkiel: Stimmt, aber dieses Wissen bringt Sie nicht weiter. Anleger, die 1970 die besten 20 Fonds der 60er Jahre gekauft hatten, mussten zehn Jahre später feststellen, dass sie deutlich weniger verdient hatten, als wenn sie ein Indexprodukt gekauft hätten. Wenn Sie die besten Zertifikate der 70er, der 80er oder der 90er Jahre gekauft hätten, wäre das Ergebnis auch nicht anders ausgefallen.

Günstige Gelegenheiten: Eine Auswahl börsengehandelter Indexfonds
Aktienindex Anbieter ISIN*
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*Internationale Wertpapierkennung. Quelle: Feri Trust

mm: Dann erklären Sie uns bitte das Phänomen Warren Buffett.

Malkiel: Im Grunde ist der Mann nichts anderes als ein unglaublicher Zufall. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein einzelner Anleger über 30 Jahre hinweg besser abschneidet als der Markt, ist extrem gering.

mm: Aber es gibt ihn, und er ist extrem erfolgreich.

Malkiel: Ich erkläre es Ihnen noch einmal anders. Fordern Sie 1000 Leute auf, eine Münze zu werfen. Jeder, der Kopf wirft, darf weitermachen. Nach der ersten Runde bleiben 500 übrig, nach der zweiten 250 und so weiter. Ungefähr sieben Würfe später sind noch vier Leute übrig. Ziemlich genau zu diesem Zeitpunkt werden sich Menschentrauben versammeln, und die Zeitungen werden Geschichten schreiben über die geniale Fähigkeit dieser Leute, mit Münzen umzugehen. Diese Analogie können Sie getrost auf den Hype übertragen, der mit Überfliegern auf den Aktienmärkten getrieben wird. Aber im Ernst: Wenn Sie Anfang der 70er Jahre auf Buffett gestoßen wären, hätten Sie dann darauf gewettet, dass er es so lange schafft, den Markt zu schlagen?

mm: Also bleibt einem Anleger, der seine Altersvorsorge an den Börsen aufbauen will, nichts anderes übrig als der Kauf langweiliger Indexfonds.

Malkiel: Ich bin nicht ganz so streng. Es reicht, den Kern seiner Altersersparnisse über Indexprodukte anzusammeln. Wer Spielgeld übrig hat, soll doch auf einzelne Papiere wetten. Es macht schließlich Spaß, an der Börse herumzuspielen - ich bin da ja keine Ausnahme. Und einem Anleger zu sagen, dass er es nie schaffen wird, den Markt zu schlagen, ist ungefähr genauso wirkungsvoll, wie einem sechsjährigen Kind zu erklären, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

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