Von Eva Müller und Anne Preissner
Sündenliste
Was bei der Auslagerung alles schief laufen kann
Durch Auslagern von Buchhaltung oder Entwicklung können Firmen Kosten sparen, ihre Flexibilität steigern und Innovationen beschleunigen. Doch viele Projekte scheitern, weil Manager immer wieder die gleichen Fehler machen.
Kein Plan: Meist existiert keine Strategie hinter den Outsourcing-Vorhaben. Die Entscheider schielen nur auf kurzfristige Einsparungen oder wollen schnell ein Problem entsorgen.
Keine Ausschreibung: Viele Projekte werden dem nächstbesten Anbieter anvertraut. Der übervorteilt den Kunden häufig beim Vertrag, bietet anfangs hohe Kostenvorteile und kassiert später ab.
Kaum Kontrolle: Selten werden Erfolgskriterien festgelegt, noch weniger werden sie regelmäßig überprüft und angepasst. Outsourcing gelingt nur, wenn der Kunde für eine enge Beziehung zur Servicefirma sorgt. Rund 10 Prozent des Vertragswertes kostet die Pflege.
Lernmittel
Bücher über Outsourcing
Theorie: Managementprofessor Dietmar Fink, Accenture-Deutschland-Chef Stephan Scholtissek und sein Amtsvorgänger Thomas Köhler erklären in ihrem Gemeinschaftswerk "Die dritte Revolution der Wertschöpfung. Mit Co-Kompetenzen zum Unternehmenserfolg" (Econ, Januar 2004, 207 Seiten, 29 Euro) wie Unternehmen von der Auslagerung von Verwaltung und Diensten profitieren können.
Praxis: Die Experten des Marktforschungsunternehmens Gartner Group geben in der kostenlosen Broschüre "Strategic Outsourcing. The Book" realitätsnahe Ratschläge für eine erfolgreiche Auslagerung von Unternehmensteilen. Per E-Mail zu bestellen bei: gabriele.rogg@gartner.com.