Viele Initiatoren locken mit unrealistisch hohen Renditen. Zu diesem Ergebnis kommt das Hamburger Analysehaus FondsMedia in einer Untersuchung für manager magazin. Die Analysten rechneten die Kalkulation der Initiatoren von acht aktuellen Windfonds mit realitätsnahen Annahmen nach.
1. Kosten: Angelehnt an eine Kostenstudie des Deutschen Windenergie-Instituts, setzten die Analysten ab dem sechsten Betriebsjahr Ausgaben in Höhe von 4,8 Prozent der Anschaffungskosten an - mehr, als die meisten Prospekte unterstellen. Für jedes weitere Jahr wurde der Satz um eine Inflationsrate von 2,5 Prozent angepasst.
2. Einnahmen: Von den prognostizierten Stromerlösen zieht FondsMedia 5 Prozent für technische Verluste, sowie - wie vom Bundesverband Windenergie gefordert - 10 Prozent Sicherheitsabschlag ab.
3. Rendite: Die Einnahmen werden um die Kosten bereinigt und auf Jahresbasis umgerechnet. Das Ergebnis: Die erwarteten Renditen bei realistischen Kosten und konservativer Erlösprognose liegen meist weit unter den Angaben im Prospekt.
| Initiator | Fonds | Rendite* | |
| prospektiert | korrigiert | ||
| GHF | Beeskow-Hufenfeld | 7,1 | 3,2 |
| Enertrag | Freiheit III | 8,1 | 3,6 |
| SachsenFonds | Windenergiefonds III | 7,1 | 1,7 |
| König & Cie. | Herzogtum Lauenburg | 8,3 | 7,6 |
| WPD | Biere II | 9,1 | 4,7 |
| UMaAG | Letschin II | 6,7 | 3,9 |
| Umweltkontor | Ostharz Börde Nr. 41 | 7,1 | 5,2 |
| EECH | Kümper Tranche II | 6,0 | 4,5 |
| * Jährlicher Vermögenszuwachs in Prozent vor Steuern, inklusive Verkaufserlös. | |||
© manager magazin 9/2003
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