Von Jonas Hetzer
Kevin Ferro ist einer, der mehr über drohende Verluste als über schnelle Gewinne nachdenkt. Nie käme der New Yorker Portfoliomanager auf die Idee, mit dem Geld seiner Anleger zu zocken. "Mein ganzes Privatvermögen steckt in den Dachfonds, die ich verwalte", erklärt der Mittdreißiger, "da gehe ich doch keine unnötigen Risiken ein."
Hedgefonds und Private Equity: Auch in der Baisse versprechen sie Renditen von bis zu 10 Prozent
Ein strenges Auswahlverfahren, von dem in den vergangenen drei Jahren auch deutsche Anleger profitierten. Für das im Februar 2000 von der Commerzbank aufgelegte Hedgefonds-Zertifikat Comas I suchte Ferro die Titel aus. Mitten im weltweiten Börsenkrach erzielte der Geldprofi, bis er Ende 2001 das Management abgab, ein Plus von gut 40 Prozent. Kein anderes Papier dieser Gattung schaffte vergleichbare Ergebnisse.
Mit seinem neuen Produkt will Ferro nun das Kunststück wiederholen. Das MLAI-Zertifikat
, das er für das US-Investmenthaus Merrill Lynch betreut, soll der Baisse trotzen und langfristig Renditen bis zu 10 Prozent jährlich bringen.
Schwarze Zahlen, wenn es an den Börsen bergab geht; Gewinne, auch wenn die Anleihemärkte schwächeln. Die Formel für das scheinbar Unmögliche lautet: Alternative Investments - die so genannte dritte Assetklasse neben Aktien und Renten. Zwei Hauptarten der vermeintlichen Wunderwaffen werden derzeit angeboten: