Simon Peter ist erst 23 Jahre alt, kennt aber schon eine Menge interessanter Leute. Managerlegende Jack Welch zum Beispiel.
Im vergangenen Jahr saß Peter neben dem ehemaligen Chef von General Electric auf dem Podium. Welch war auf Einladung von manager magazin nach Berlin gekommen, wo er vor geladenen Gästen über seine Karriere sprach. Später tranken Welch und Peter noch ein Bier zusammen.
Gelegenheiten dieser Art bekommt nur, wer Außergewöhnliches geleistet hat - wie Simon Peter. Er gewann vor zwei Jahren den Wettbewerb "CEO of the Future" (siehe: "Die Chefs von morgen"). Der Preis für den Fleiß: Kontakte, die es für Geld nicht zu kaufen gibt. Zudem 7500 Euro für den Besuch von Managementseminaren.
Jetzt können junge Talente erneut beweisen, dass sie das Zeug zum Unternehmenslenker haben. Der Wettbewerb "CEO of the Future" von manager magazin und McKinsey geht in eine neue Runde.
Steuern Sie eine Fluglinie zum Erfolg
Die diesjährige Aufgabe orientiert sich am aktuellen Geschehen: Die Teilnehmer sollen als Geschäftsführer die fiktive Billigfluglinie "JustFly" auf dem hart umkämpften europäischen Markt zum Erfolg führen.
Am Anfang steht den Spielern nur eine kleine Flugzeugflotte zur Verfügung. Mit dem richtigen Gespür für unternehmerische Chancen müssen sie in den folgenden 20 Jahren JustFly zu einem florierenden Konzern ausbauen.
Fehler können schnell zum Absturz führen, etwa wenn eine allzu forsche Expansion die Verschuldung zu sehr erhöht. Macht der Spieler seine Sache dagegen gut, steigt der Aktienkurs seiner Fluglinie.
Lust bekommen mitzuspielen? Alles, was Interessierte tun müssen, ist, unter der Internet-Adresse www.future-ceo.de die kostenlose CD-Rom anzufordern.
Doch Achtung: Ein gutes Spielergebnis reicht noch nicht aus, um "CEO of the Future" zu werden. Die Endausscheidung erfolgt in einer zweiten Runde. Die Eintrittskarte für diese Staffel bekommt nur, wer zusätzlich zu seinem Erfolg im PC-Spiel eine überzeugende schriftlich formulierte Unternehmensstrategie und einen aussagekräftigen Lebenslauf einsendet.
Strategen gefragt
Eine Jury lädt dann die 20 besten Kandidaten zu einem Workshop ein. Im direkten Wettstreit müssen die Teilnehmer strategische Aufgaben lösen und nachweisen, dass sie die Nerven haben, den schwierigen Job eines Vorstandschefs zu bewältigen.
Den fünf herausragenden CEO-Aspiranten stellt McKinsey ein Jahr lang einen persönlichen Mentor zur Seite. Zusätzlich knüpfen die Preisträger wertvolle Kontakte zu Topunternehmen, aus denen sich mit Glück und Zähigkeit Praktika oder gar eine Anstellung als Trainee ergeben können.
Einer der Sieger wird auch diesmal von Jürgen Kluge gecoacht werden - so wie vor zwei Jahren Simon Peter. Der McKinsey-Deutschland-Chef und Peter trafen sich mehrmals in der Düsseldorfer McKinsey-Zentrale zu ausführlichen Gesprächen. Kluge vermittelte dem Betriebswirtschaftsstudenten ein zweimonatiges Praktikum im eigenen Haus. Die Praxis gefiel Peter so gut, dass er nun mit dem Gedanken spielt, Unternehmensberater zu werden.
Bis dahin bleibt ihm allerdings noch etwas Zeit. Im Augenblick steckt er im siebten Semester und verbringt neun Monate in den USA. Wenn er wieder zurück in Deutschland ist, will er sein nächstes Praktikum vielleicht in einem Museum absolvieren, um seinen Horizont zu erweitern. Auch diese Idee hat ihm Kluge mit auf den Weg gegeben.
© manager magazin 10/2002
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