Freitag, 14. Dezember 2018

Reemtsma-Villa In neuem Glanz

Im Hamburger Villenvorort Othmarschen in direkter Nähe zur Elbchaussee steht eines der spektakulärsten Privathäuser Hamburgs: Die Villa des Zigarettenfabrikanten Philipp F. Reemtsma. Nach Jahren des Leerstands wurde die exklusivste Privatvilla der Weimarer Republik jetzt akribisch restauriert und wartet auf solvente Nutzer.

Hamburg - Es herrscht reger Verkehr am östlichen Rand des Jenisch Parks im Hamburg. Dass man sich hier in einer der besten Gegenden der Hansestadt befindet, wird schon allein anhand der Fahrzeuge deutlich, für die sich zwischen diversen Baufahrzeugen immer wieder das elektrisch gesteuerte Tor öffnet.

Gestylte Ehefrauen im BMW X5, Porsche Cayenne und die ein oder andere Stretchlimousine biegen in die pförtnerbewachte Einfahrt des weitläufigen Parkgeländes ab, auf dem zwischen lilafarbenen Krokusfeldern hölzerne Stühle schon auf die ersten Sonnenhungrigen warten.

Fast 60 Wohnungen sind hier am ehemaligen Reemtsma-Verwaltungssitz entstanden, seit der Hamburger Unternehmer Günther Herz das Areal übernommen hat und zur exklusiven Wohnanlage umbauen ließ. Jetzt erstrahlt auch das Kernstück des Geländes wieder in neuem Glanz: Die denkmalgeschützte Reemtsma-Villa, eines der großzügigsten und außergewöhnlichsten deutschen Privathäuser aus der Zeit der Weimarer Republik.

Welchen repräsentativen Anspruch der erfolgreiche Zigarettenfabrikant hatte, als er Anfang der 30er Jahre den Bau auf dem rund acht Hektar großen Parkareal in Auftrag gab, wird schon deutlich, wenn man sich der Villa über die langgezogene Auffahrt nähert. Mehr als 2000 Quadratmeter Wohnfläche mit Gesellschaftsräumen, eigenem Hallenschwimmbad, Sport-, Kinder- und Dienstbotentrakt, diversen Weinkellern und Gartenzimmer.

In dem von Gartenreformer Leberecht Migge gestalteten Park standen den Bewohnern noch Tennisplatz, Reitgarten, Stallungen, Autogarage mit Waschanlage, Rosenhof mit Teehaus sowie ein privater Badeteich mit Rutsche, Sprungturm und Sandstrand zur Verfügung.

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