Allerdings wirkt das tatsächlich nur mit Mustern und Ornamenten in großem Maßstab, erläutert die Autorin Elizabeth Wilhide: "Mit einer klein gemusterten Tapete funktioniert dieser Trick nicht - dann sieht es nur so aus, als wär man noch nicht dazu gekommen, den Rest des Zimmers zu tapezieren."
Überhaupt ist nicht nur in Sachen Muster, sondern auch bei den Farben Mut angesagt: Violett und Magenta seien in der nächsten Saison der Renner, sagt Wolfgang Raith voraus. Wer es etwas kühler, aber nicht weniger dezent mag, greift zu Matt-Glanz-Effekten: Gold-, Silber- und Lackakzente auf matten Fonds sind absolut im Kommen, fügt Karsten Brandt hinzu.
Pappender Kleister, aufgequollene Tapeten und schief geklebte Bahnen: Solche Tapezier-Schrecken gehören inzwischen der Vergangenheit an. Seit einigen Jahren gibt es Vliestapeten, die auch der Laie problemlos selbst an die Wand bringen kann. Dabei wird der Kleister nicht mehr auf die Tapete, sondern auf die Wand selbst aufgetragen. Lästiges Weichenlassen und das ständige Verziehen der Tapete sind damit passé. Trotzdem sollten die Bahnen natürlich möglichst nahtlos aneinandergeklebt werden. Je aufwändiger das Dessin, desto schwieriger ist das - unter Umständen wird deshalb besser ein Profi damit beauftragt.
Melanie Brandl, dpa
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