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02.02.2009
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Privatresidenzen

Zweitwohnsitze erster Klasse

Von Maren Hoffmann

3. Teil: Häuser für die oberen Zehntausend

Trotzdem bleibt der Kundenkreis für die Privatresidenzen überschaubar. "Die Zielgruppen für die Destinationen, die sehr weit weg sind, sind klein - das sind Leute, die sehr unabhängig sind und zeitlich nicht sehr in ihren Job eingebunden sind, die vielleicht mal ein Unternehmen gehabt und das verkauft haben", sagt Dahler, "auch die Gruppe der Erben spielt eine Rolle." Das Marktvolumen sei noch nicht abschätzbar.

Traumziel Toskana: Gute Erreichbarkeit ist ein wichtiges Kriterium für Zweitwohnsitze
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Traumziel Toskana: Gute Erreichbarkeit ist ein wichtiges Kriterium für Zweitwohnsitze

Verschiedenen Studien wie dem World Wealth Report und der jährlichen Capgemini-Untersuchung zu High Net Worth Individuals zufolge gibt es in Deutschland zwischen 760.000 und 800.000 Euro-Millionäre. Und laut einer Studie der Dresdner-Bank-Tochter Degi aus dem Jahr 2007 verfügen etwa 1,6 Millionen Deutsche bereits über eine Ferienimmobilie - darunter dürften sich allerdings nur wenige Luxusresidenzen befinden. "Unsere Kernzielgruppe dürften 10.000 Haushalte sein, für die das, was wir hier anbieten, interessant ist", schätzt Dahler, "entweder neben dem, was sie schon haben, oder anstelle dessen."

Diese Klientel stellt hohe Ansprüche, weiß Stefanie Smithuis, die das internationale Projektmarketing bei Dahler leitet. Wichtige Kriterien sind neben guter Erreichbarkeit, politischer Stabilität des Urlaubslandes und der strand- und versorgungsnahen Lage der Immobilie Serviceleistungen wie Hausreinigung, Vermietungsbetreuung, Gärtner und Sportangebote. Ganz oben auf der Liste: Ein guter Golfplatz, am besten nur wenige Schritte von der Haustür entfernt.

Kroatien als Emerging Market

"Unsere Einschätzung ist, dass der Deutsche den Service nicht bis zum Exzess nutzt", hat Smithuis beobachtet. Viele Deutsche seien über ein Grundpaket an Serviceleistungen froh, aber Einkaufshilfen oder einen Touchscreen im Apartment, mittels dessen man den Wagenmeister anweisen kann, schon einmal den Wagen vorzufahren, empfänden sie eher als überkandidelt - Amerikaner seien da anders.

Das Geschäft mit den Rundum-sorglos-Residenzen ist so neu, dass Dahler über weitere Entwicklungen noch keine Prognose abgeben will. "Wir sind davon überzeugt, dass das Potenzial in jedem Fall lohnt, so einen Bereich zu unterhalten", meint er, "ob wir 20 oder 50 Objekte verkaufen, beides wäre völlig in Ordnung. Es rechnet sich schon ziemlich früh, weil wir stark Synergien zu unserem angestammten Kerngeschäft nutzen können." Das ist der Handel mit gehobenen Wohnimmobilien wie etwa den Luxusapartments im gerade im Bau befindlichen Marco Polo Tower in der Hamburger Hafencity, schicken Villen in Berlin und Potsdam oder auf Sylt; zusätzlich befasst sich die Firma mit Immobilienmanagement und Projektmarketing.

Als kommenden Markt für Zweitimmobilien sieht Dahler vor allem europäische Standorte. "Österreich und die Schweiz sind nach wie vor interessant", befindet Dahler. Trotz der Immobilienkrise seien auch Objekte an ausgewählten Orten in Spanien gut zu vermarkten, ebenso in Italien und Frankreich. "Was kommen wird, ist Kroatien", ist Dahler überzeugt, "da ist der Tisch gedeckt. Die gesamte Infrastruktur ist schon da - und das Land hat etwas sehr Italienisches und wird den Deutschen schnell vertraut sein. Die Leute sind nett, das Land ist gut erreichbar und klimatisch wunderbar. Das ist auf jeden Fall ein Emerging Market."

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