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07.01.2009
 

Maisonette-Wohnungen

Luftige Lösung

Traumwohnung, großzügig, gemütlich, exklusiv - mit solchen verlockenden Adjektiven werben Verkäufer und Vermieter in Inseraten für Maisonette-Wohnungen. Bei der Auswahl und der Einrichtung der luftigen Schmuckstücke gibt es allerdings einiges zu beachten.

Hamburg - "Eine Maisonette-Wohnung ist eine innerhalb eines mehrgeschossigen Wohngebäudes über mehrere Etagen versetzte Wohnung mit einer eigenen innenliegenden Verbindungstreppe", erläutert der Architekt Holger Reiners aus Hamburg. Der Vorteil: Selbst kleine Wohnungen vermitteln das Gefühl, in einem eigenen Häuschen zu leben.

Offen: Durch die etagenübergreifende und offene Architektur wirken Maisonette-Wohnungen meist sehr großzügig
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Offen: Durch die etagenübergreifende und offene Architektur wirken Maisonette-Wohnungen meist sehr großzügig

Eine Maisonette - der Begriff kommt aus dem Französischen und bedeutet kleines Häuschen - wirkt auf den Besucher auf den ersten Blick oft beeindruckend und großzügig. "Durch die verschiedenen Wohnebenen mit hohen Decken kann man, wenn die obere Ebene nicht abgeschlossen ist, von unten mitunter bis zu 5,80 Metern nach oben sehen", sagt Reiners.

Auf der anderen Seite lasse eine solche offene Bauweise aber wenig Privatheit zu. Wohne nur ein Single oder ein Paar in der Wohnung, gebe es selten Probleme. Beim Wohnen in Gemeinschaft mit mehreren Personen oder als Familie mit Kindern sieht das anders aus - damit trotzdem jeder seinen eigenen Rückzugsbereich bekommt, sollte hier auf eine Abtrennung der Räume geachtet werden.

"Bei der Einrichtung einer Maisonette besteht die Gefahr, die architektonische Wirkung durch eine falsche oder überladene Möbelierung zunichte zu machen", warnt die Innenarchitektin Anne Jung vom Beratungsunternehmen "Form + Folgen" in Wiesbaden. "Außerdem sollte die in den Wohnbereich integrierte Treppe ganz gezielt dem Einrichtungsstil angepasst werden." Form, Farbe, Material: alles zählt. Die Treppe sollte außerdem so gelegen sein, dass die Bewohner nicht das Gefühl haben, es ziehe im Raum.

Ein weiterer Aspekt: Wie viel Platz möchte der Bauherr für die Treppe opfern? "Eine Spindeltreppe ist in Maisonetten ein beliebtes architektonisches Gestaltungsmittel", sagt der Architekt Thomas Drexel aus Augsburg (Bayern). Sie wirke großzügig, brauche wenig Platz, besitze aber einen geringeren Auftritt. Das macht es schwieriger, sperrige Dinge wie etwa einen Wäschekorb zu transportieren.

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