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07.03.2007
 

Metropolen

Mainhattan teurer als New York

Die Bankenstadt Frankfurt am Main gehört zu den teuersten Metropolen auf der Welt. In einem aktuellen Ranking liegt die hessische Stadt sogar vor New York. Am meisten kostet aber das Leben in Oslo.

London - Eine Mehrwertsteuer von 25 Prozent, und das, obwohl die Dienstleistungen und Lebensmittel ohnehin schon teuer sind: Kein Wunder, dass Oslo die teuerste Stadt der Welt ist. Das ergab eine Studie des Londoner Forschungsinstituts Economist Intelligence Unit.

Die britischen Wissenschaftler haben in 132 Städten weltweit die Kosten eines Warenkorbs mit 160 Gütern und Dienstleistungen verglichen, von Tabak über die Zahnbürste bis hin zum Theaterbesuch. Auf den Plätzen zwei und drei folgen in diesem Vergleich Paris und Kopenhagen. Transportkosten verteuerten das Leben in London, das in der Studie auf Platz vier landete.

Tokio fiel in der Wertung auf Platz fünf zurück, dies ist vor allem der niedrigen Inflation in Japan zu verdanken. Bis 2006 war die Hauptstadt über 14 Jahre lang Spitzenreiter des Rankings.

Die schwache isländische Krone ließ auch die Preise in Reykjavík sinken, und zwar um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch findet sich die Stadt auf Platz sechs in dem Ranking wieder. Auf Rang sieben liegt Zürich. Womöglich hängen die hohen Lebenshaltungskosten mit der stetig steigenden Zahl der Millionäre zusammen, die es seit den neunziger Jahren in die Stadt an der Limmat zieht. Ihnen dürfte es nichts ausmachen, ein bisschen mehr zu bezahlen.

Der starke Euro lässt die Preise steigen

Auch Frankfurt am Main findet sich in der Spitzengruppe wieder - auf Platz neun. Damit ist die Bankenstadt inzwischen sogar teurer als New York. Die Ostküsten-Metropole der USA landete nur auf Platz 28. Dass Big Apple im Vergleich zu Europa so preiswert erscheint, liegt vor allem am schwächelnden Dollar: Während des letzten Jahres hat der Euro fast zehn Prozent an Wert gegenüber der US-Währung gewonnen. Außerdem wurden Immobilienpreise, die in den USA zurzeit enorm hoch sind, in der Studie nicht berücksichtigt.

Besonders günstig bleibt dem Ranking zufolge Lateinamerika. Guatemala Stadt findet sich - als teuerster Ort der Region - auf Rang 63 wieder. Am allerniedrigsten sind die Lebenshaltungskosten im Vergleich aller untersuchten 132 Städte jedoch in der iranischen Hauptstadt Teheran. Dort braucht der Durchschnittsbürger nur ein Viertel dessen zum Leben, was ein Bewohner von Oslo ausgeben muss.

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