Multimedia im ganzen Haus
Für Trendforscher ist die Verbindung von Technik und Wohnen erst der Anfang. "In Zukunft wird es dabei weniger um Möbel gehen, sondern um die gesamte Architektur", sagt Harry Gatterer. Der Experte für Wohndesign ist Mitautor der Studie "Die Zukunft des Wohnens" des Zukunftsinstituts in Frankfurt am Main. "Multimedia wird sich künftig nicht auf das Wohnzimmer beschränken, sondern das gesamte Haus wird intelligent vernetzt sein", sagt er. Dazu gehörten beispielsweise in die Wände integrierte Lichtsysteme.
Gatterer sieht die Entwicklung zum Haus der Zukunft in drei Stufen: "Zunächst wird die Technik entwickelt. Dann nimmt sich das Design der Technik an, und zum Schluss wird beides zu einem Gesamterlebnis verschmolzen."
So banale Fragen wie die beste Kabelführung oder dem besten Platz für die Stereoanlage werden sich dann nicht mehr stellen, glaubt der Trendforscher. "Auf einem MP3-Player bringt man heute schon auf kleinstem Raum riesige Datenmengen unter. Das ist die Richtung, in die die Entwicklung geht."
Weiteres großes Thema werde eine einfache Bedienung sein. Eine benutzerfreundliche Technik werde ganz selbstverständlich den Alltag durchdringen.
Noch ist das allerdings Zukunftsmusik. In der Gegenwart geht es erst einmal darum, die Technik ansprechend in den Wohnraum zu integrieren. Und das zu genießen, was die Technik an perfektem Bild und Ton dann bietet. "Deshalb sind Polstermöbel neben Multimedia das zweite große Einrichtungsthema", sagt Verbandssprecherin Geismann. Voluminös sind sie, verstellbar und ein bisschen verspielt - denn was bringt die perfekte Technik, wenn man beim Kinoabend zu Hause unbequem sitzt.
Eva Dignös, ddp
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