Donnerstag, 21. März 2019

Elektrorasierer-Test Auch Günstige rasieren glatt

Ob die Schermesser rotieren oder vibrieren ist letztlich egal: Entscheidend ist ein gutes Ergebnis der Rasur. Das schaffen die meisten Rasierer. Die drei besten kosten rund 200 Euro und mehr. Es gibt jedoch preiswerte Alternativen - auch bei den Marktführern Braun und Philips.

Berlin - Elektrorasierer sind ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Rechtzeitig zum Fest hat die Stiftung Warentest 15 Modelle getestet. Wer 380 Euro ausgibt, bekommt den Testsieger Braun Series 7 795cc. Im Preis ist eine Reinigungsstation enthalten, die das mühsame und lästige Ausbürsten des Schersystems nach der Rasur erspart.

Rund 200 Euro preiswerter, im Rasierergebnis aber praktisch ebenbürtig ist der leichte und leise laufende Philips Nivea for men HS 8460. Während der Rasur bringt das Gerät eine feuchigkeitsspendende und hautschonende Lotion auf die Haut auf. Die Ladestation frischt nicht nur den Akku wieder auf, sondern füllt auch den Vorrat an Rasierlotion automatisch nach. Die drei billigsten "guten" Rasierer im Test sind der Philips HQ 6990 für 53, der Carrera Supreme Shave für 59 und der Braun cruzer 2 für 70 Euro. Besser rasieren jedoch der Braun Series 3320 für 100, der Philips HQ 7360 für 95 und der Panasonic Pro-Curve ES 8249 für 199 Euro.

Klopfen, pusten, pinseln - nur beim Philips HQ 6990 müssen Männer die Bartstoppeln aus dem Schersystem noch auf die herkömmliche Weise entfernen. Er ist der letzte echte "Trockenrasierer" im Test. Bei allen anderen Elektrorasierern lassen sich die Schersysteme inzwischen durch einfaches Ausspülen unter fließendem Wasser reinigen. Philips Nivea for men HS 8460 und die beiden Panasonic-Rasierer erlauben sogar eine Nassrasur unter der Dusche. Im Test erwies sich das Gehäuse des Panasonic Pro-Curve ES 7101 jedoch als nicht vollständig wasserdicht. Die Tester werteten das Qualitätsurteils deswegen auf "ausreichend" ab.

Netz-Akku-Rasierer funktionieren mit und ohne Stromkabel. Reinigt der Nutzer sie unter Wasser, muss er aus Sicherheitsgründen stets den Netzstecker ziehen. Selbstverständlich darf auch die Rasur unter der Dusche nur schnurlos im Akkubetrieb erfolgen. Die beiden Panasonic-Rasierer, der Philips Nivea for men HS 8460 und der Philips arcitec RQ 1095 sind reine Akkugeräte. Sie müssen vor dem Rasieren erst aufgeladen werden.

Während die Probanden im Vortest die Rasierer zuhause ausprobierten und anhand eines detaillierten Fragebogens beurteilten, mussten sie sich diesmal im Prüflabor unter Aufsicht von Testexperten rasieren. Auch die Experten beurteilten die Rasiergüte. Neu ist auch die Split-face-Methode: Dabei werden die beiden Gesichtshälften der Probanden mit zwei unterschiedlichen Apparaten rasiert. Das erlaubt den direkten Vergleich der Rasiergüte und Hautschonung. Grundsätzliche Vorteile für Rotations- oder Vibrationsschersysteme stellten die Tester dabei nicht fest.

Weitestgehend unproblematisch sind die Umwelteigenschaften der Rasierer. In Gehäusen, Netzkabeln und Steckern fand die Stiftung Warentest keine Schadstoffe. Die Tester untersuchten gezielt auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffen (PAK), die als krebserzeugend gelten. Als Akkutyp kommen inzwischen nur noch Lithium-Ionen- oder Nickel-Metallhydrid-, aber keine Nickel-Kadmium-Zellen mehr zum Einsatz. Der Standby-Stromverbrauch liegt unter einem Watt.

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