"Im Moment sagt er nur 'ah, ah'"
Doch Japans Wissenschaftler können das Basteln an der Menschmaschine nicht lassen. An der Universität in Osaka etwa wird derzeit ein Roboter gebaut, der die Entwicklung von Kindern besser verstehen lassen soll, indem er die Bewegungen von Kleinkindern nachahmt.
Er reagiert er auf Geräusche, kann mit seinen Sensoren-Augen Menschen wahrnehmen, zappeln und glucksen. Teamleiter Minoru Asada arbeitet an einer Software mit künstlicher Intelligenz, die es dem Kind-Roboter ermöglichen soll, selbständig zu lernen.
"Im Moment sagt er nur 'ah, ah'", meint Asada. "Aber wir hoffen, dass er schon bald komplexere Sätze von sich gibt und sich aus eigenem Antrieb bewegt." Denn die Roboter der nächsten Generation, da ist sich Asada sicher, "müssen in der Lage sein, zu lernen und sich zu entwickeln".
Hiroshi Ishiguro, ebenfalls von der Universität in Osaka, geht noch weiter. Für ihn ist der Schlüssel der Roboter-Entwicklung die äußere Ähnlichkeit zum Menschen. Ishiguro Maschine namens "Geminoid" sieht dem Forscher ziemlich ähnlich - bis hin zum drahtigen, schwarzen Haar.
"Schließlich wollen wir uns nicht mit Maschinen oder Computern umgeben", sagt Ishiguro, "sondern mit Technologie, die menschlich wirkt." Eines Tages würden Roboter wie selbstverständlich unter Menschen "leben", meint der Forscher. "Dann müsste man mich fragen: 'Sind Sie menschlich? Oder ein Roboter?'"
manager-magazin.de mit SPIEGEL ONLINE und Material von ap
© manager magazin online 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH