Von Mirjam Hecking
mm.de: Edles Design ist meistens ziemlich teuer. Liegt das in der Natur der Sache?
Rams: Nein, gutes Design muss nicht teuer sein. Aber es ist es oft, gerade auf dem Möbelsektor. Gutes Design, gute Dinge sprechen nach wie vor weniger Menschen an. Deswegen wird in niedrigeren Stückzahlen produziert - und das ist teurer. Ausnahme ist Ikea.
mm.de: Tatsächlich. Haben Sie selbst schon einmal ein Möbelstück bei Ikea gekauft?
Rams: Ja, ein kleines Tischchen für meine Mutter. Aber es dauert nicht lange, da musste ich das Ganze wieder entsorgen. Und wir können uns heutzutage einfach nicht leisten, die Dinge alle zwei, drei Jahre wegzuschmeißen. Das ist auch das Problem mit Ikea.
mm.de: Was für ein Auto fahren Sie?
Rams: Für mich gibt es überhaupt nur ein Auto - und das heißt Porsche. Der ist zwar teuer, hat aber einen hohen Wiederverkaufswert. Wenn ich die meisten Autos sehe, sehe ich in erster Linie den optischen Verschleiß. Wirklich unterscheidbare Formen, wie beispielsweise beim Citroën DS, werden heute kaum noch produziert.
mm.de: Glauben Sie denn, dass sich in Zeiten der Globalisierung ländertypische Eigenheiten halten werden? Oder wird nach und nach alles immer ähnlicher?
Rams: Die Geschmäcker fließen meiner Ansicht nach mehr und mehr zusammen, auch wenn sich einzelne landestypische Eigenheiten mancherorts noch halten mögen.
mm.de: Haben Sie ein Stück, was Sie selbst als Meisterstück bezeichnen würden, worauf Sie heute noch besonders stolz sind?
Rams: Früher habe ich immer das genannt, woran ich gerade gearbeitet habe. Aber auch im Rückblick gibt es einige Dinge, die ich immer noch sehr schätze, wie beispielsweise die großen Braun-Wandanlagen (zum Beispiel Steuergerät TS 45, Tonbandgerät TG60, Lautsprecher L450, Anmerkung der Redaktion). Da kann ich mir sogar heute noch die Technik gut anhören.
mm.de: Gibt es etwas, was Sie heute nicht mehr so toll finden?
Rams: Dass man etwas nicht verbessern kann, gibt es selten. Schmerzen verursacht mir aber nichts.
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