Hamburg - Wer auf seine über Jahre angesammelten Schätze nicht verzichten will und dennoch aktuelle techniken einsetzen mag, dem kann geholfen werden. Videokassetten und Schallplatten lassen sich auch ins digitale Zeitalter transportieren, ohne, dass die stolzen Besitzer sich alles neu kaufen müssten. Hilfe bietet der heimische Rechner. Das macht zwar viel Arbeit, kann sich aber lohnen.
Schallplatten zu digitalisieren ist dabei noch vergleichsweise einfach, sagt Volker Zota von der Computerzeitschrift "c't". Der Experte rät allerdings dringend davon ab, den Plattenspieler per Stereo-Cinch-Kabel direkt an den PC anzuschließen. In diesem Fall würde die Vorverstärkung und Entzerrung fehlen.
Besser ist es, einen Verstärker zwischenzuschalten. Wer sehr viel Wert auf ein ordentliches Ergebnis legt, sollte den Plattenspieler gleich über eine externe Soundcard an den Rechner anschließen - dann hat auch das Ausgangsmaterial eine höhere Qualität.
Für die Aufnahme der Songs lassen sich Audiobearbeitungsprogramme für den PC nutzen. Kostenlos erhältlich ist beispielsweise Audacity. Mit diesem Tool lassen sich die Aufnahmen auch auspegeln und nachbearbeiten. Wer eine ganze Schallplatte überspielt, trennt die Songs anschließend einzeln aus der Datei heraus.
Zum Entrauschen und Entknacksen gibt es spezielle Programme wie Music Cleaning Lab von Magix, die genau dafür gemacht, aber nicht kostenlos sind. Sie lohnen sich daher kaum, wenn man nur eine Schallplatte digitalisieren will. Die Cleaning Tools haben automatische Filter. Damit geht das Bearbeiten zwar schneller und einfacher, allerdings ist das Ergebnis nicht immer ganz perfekt.
Echte Liebhaber greifen auf spezielle Profi-Tools wie Dart Pro zurück. Dort sind die Bearbeitungsmöglichkeiten ungleich größer. Solche Programme sind allerdings einarbeitungsintensiv, und man sollte sich mit Klangfiltern und Plugins gut auskennen, betont Zota.
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