Donnerstag, 8. Dezember 2016

Streit um "Walkie Talkie" in London Dieser Wolkenkratzer sorgt für Sturm und Feuer

"Walkie Talkie": Brennende Sonne, stürmischer Wind
Fotos
AFP

Gleißendes Licht trifft den Fußgänger, wenn er in der Nähe des Londoner Hochauses "Walkie Talkie" spazieren geht. Entworfen von dem Stararchitekten Rafael Vinoly sorgt das moderne Gebäude immer wieder für Ärger: Geschmolzener Asphalt, angekokelte Fußmatten und ein angesengter Jaguar sowie lautes Pfeifen aus dem Aufzugsschacht.

Und jetzt: Sturm.

Starke Winde sollen schon Fußgänger umgeworfen haben, heißt es in einem Bericht des "The Telegraph". Vermeintlicher Verursacher: Das neue Hochhaus. Die Folge: Ladenschilder und Aufsteller würden regelmäßig umgeworfen. Ein Servierwagen einer Fast-Food-Restaurant sei fast weggeweht worden. Die Besitzer hätten nun Warnschilder an den Wagen anbringen müssen.

Gwyn Richards, höchster Stadtplaner Londons, räumt gegenüber der Zeitung ein, dass bei manchen Bauprojekten Winde entstünden, die vorher so nicht erwartet waren. Nun wolle man Studien zur Windentwicklung prüfen lassen, um dann neue Regelungen zu finden. Die Anwohner und Besucher der "Fenchurch Street" müssen indes weiter mit Unwägsamkeiten rechnen.

Vor rund zwei Jahren war das Gebäude schon bereits vor seiner Fertigstellung in die Schlagzeilen geraten, da die konkav gebogene Südfassade das Sonnenlicht wie ein Brennglas bündelt und reflektiert. Die Hitze ließ Asphalt schmelzen, kokelte eine Fußmatte an und verformte einen Außenspiegel und das Kühleremblem eines Jaguars.

Später klagten Fahrstuhlfahrer über lautes Pfeifen bei der Fahrt zum öffentlich zugänglichen "Sky Garden" und den Restaurants in den obersten Stockwerken. "Walkie Talkie" wurde erst im vergangen Jahr eröffnet. Das Gebäude soll rund 200 Millionen Pfund gekostet haben.

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