Sonntag, 30. April 2017

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Business-Stilberatung Wie der Bart Karriere macht

Bart ja, aber bitte gepflegt: Barbier bei der Arbeit
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Bart ja, aber bitte gepflegt: Barbier bei der Arbeit
Katharina Starlay
  • Copyright: Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Katharina Starlay ist Modedesignerin, Imageberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. In Vorträgen, Seminaren und individuellen Beratungen coacht sie rund um Kleiderstil und Businessknigge. Seit 2002 berät sie auch Unternehmen für deren Außenauftritt und entwickelt Firmenkleidung. Sie schreibt Bücher und publiziert auf ihrer eigenen Seite über Stilthemen: Starlay.de.

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Jetzt, wo die Frauen aufholen, erobern sich Männer neue Reviere. Längst erreicht der Bart-Kult auch die Geschäftsetagen, und für manchen Leser mag der Bart sogar schon fast ein alter Zopf sein. Bei anderen aber wird eine gewisse Ratlosigkeit sichtbar, wie das neue Lifestyle-Tool nun zu handhaben ist. Gibt es Empfehlungen, worauf beim Schnitt zu achten ist? Kann Mann dabei auch Fehler machen? Und wie geht Business-Bart nun richtig?

Die erste gute Botschaft ist, dass es kein geheimes Rezept gibt, welche die Wahl des Bartes und seine Form nahelegt. Der Bart eines Mannes ist tatsächlich eine Art kreative "Carte blanche", eine weiße Karte des Selbstausdrucks. Die zweite ist, dass auch immer mehr Frauen an dem neuen Männeraccessoire ihren Gefallen finden, wie ein Kunde in einem Barber-Shop lächelnd berichtet.

Der Gedanke "anything goes" kann aber trotzdem nicht die Lösung sein. Und auch der mit Lifestyle-Bärten gerne kombinierte Under Cut, das längere Oberkopfhaar mit kurz rasierten Unterlängen, gilt bislang noch nicht als "businesslike". Da nicht nur das männliche Gesichtshaar, sondern auch die nächsten Generationen von Bartträgern immer wieder nachwachsen, ist nicht das Ob, sondern das Wie einen frischen Gedanken wert.

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Am Nacken erkennt man, ob der Friseur ein guter ist. Dieser kühne Satz impliziert, dass der Barbier Ihres Vertrauens Ihren Kopf und die Gestaltung von Haupthaar, Gesichtshaar und deren Übergängen als Ganzheit betrachtet. Und kein Barber, der auf sich hält, würde Frauen gleichermaßen wie Männer beraten - das sollte zumindest in Persona getrennt sein, selbst wenn es im selben Salon stattfindet. Schließlich gibt es bei den Damen ja auch Spezialisten für Haarfarbe, Haarumformung oder besondere Haarschnitte, zum Beispiel Kurzhaarschnitt oder Langhaarschnitt. Denn das Barthaar ist anders in seiner Struktur, robuster und störrischer. Und auch hier ist es die Länge, welche die Handhabung vorgibt. Reden wir also über die verschiedenen Bartlängen-Stile.

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