Dienstag, 28. März 2017

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Die aufregendsten Minutenrepetitionen Je mehr Ding-Dong, desto teurer

Ding-Dong: Die schönsten Minutenrepetitionen
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Greubel Forsey

Für die einen sind sie Ghettoblaster reicher Uhren-Geeks, für andere die Königsdisziplin der Haute Horlogerie - Schlagwerksuhren. Sie verwandeln die Uhrzeit taktvoll in Musik. Wie ein Dirigent startet der Uhrenträger das Konzert, indem er einen Schieber oder Drücker betätigt, wodurch ein Schlagwerk mit verschiedenen Gongtönen die Zeit verkündet.

Für eine Repetition, wie Kenner diese Highend-Komplikation nennen, sollte man nicht nur ein feines Gehör besitzen, sondern auch eine gehörige Summe parat haben - ab 100.000 Euro beginnt so ein musikalisches Statussymbol. Man kann auch locker noch eine Million dazulegen.

Video: LVMH-Uhrenchef Biver erklärt, wie die Meisterwerke ticken

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Bild: Hublot

Auffällig viele Repetitionen mit gewagten Konstruktionen erleben seit den letzten Monaten ihre Geburtsstunde, darunter auf der Luxusuhrenmesse SIHH. Früher stellten pro Jahr höchstens zwei Manufakturen solch ein Ausnahmeobjekt vor. In den vergangenen vier Monaten waren es jedoch gleich neun verschiedene.

Neu ist zudem, dass sie jetzt oft aus Hightech-Materialien wie Titan, Karbon oder Kristallglas bestehen. Bisher galt es als verpönt, die Königin der Uhren nicht mit traditionellen Edelmetallen auszustatten. Die Strategie dahinter: Repetitionen lassen die Kassen der Manufakturen klingeln. Schließlich sind die Umsätze seit zwei Jahren erheblich ins Stocken geraten. Neue Materialien und raffinierte Erfindungen heizen dem Song-Contest zudem ein - welche Luxusuhr klingt lauter, satter, klarer und vor allem ohne knarrende Nebengeräusche?

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