Mittwoch, 27. Juli 2016

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Badezimmer Drei Zimmer, Küche, Diele, Oase

Upgrade: Wie man das Badezimmer richtig tunt
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Spiegel mit integriertem Monitor, dezent versteckte Toiletten, Duschen mit integrierter Lichttherapie und Badewannen mit Gästebett-Funktion - Hersteller und Innenarchitekten lassen sich immer mehr einfallen, um aus Bädern Wellness-Oasen zu machen. Hier sind die wichtigsten Trends.

Köln - Kurz unter die Dusche, die Zähne putzen und die Wimpern tuschen - im Bad muss es meist schnell gehen. Daher ist der Raum funktional eingerichtet. Doch das soll sich nach den Vorstellungen der Einrichtungsbranche bald ändern, wie auf der Internationalen Möbelmesse IMM Cologne in Köln zu sehen war. Dort lautete eine Frage: Wie macht man aus dem Bad ein Wohnzimmer?

Denn das Bad kann viel mehr sein als nur ein Zimmer für die Körperpflege: ein Wellness- und Ruheraum. "Es ist in vielen Wohnungen der einzige Raum, in dem man sich mal zurückziehen kann", sagt Hans-Georg Zöllner, Geschäftsführer vom Badmöbelhersteller Pelipal. Solche Räume braucht der Mensch im stressigen Alltag. Und so überlegen die Hersteller bereits seit Jahren, wie das Badezimmer aussehen sollte. Die Ansätze sind verschieden.

Viele Firmen haben den Fokus auf Wellness zu Hause gelegt: Duschen mit vielen Einstellungen sowie Lichttherapie, Badewannen mit Whirlpool und vieles mehr, was man auch in einem klassischen Spa findet, soll nach Hause kommen. Das kostet natürlich Geld. Auch Innenarchitekten gehen in diese Richtung: In einer Sonderausstellung auf der IMM hat Miriam Medri die Badewanne mit einem Lattenrost und einer Matratze abgedeckt. Sie wird zum Bett, wenn nicht gebadet wird.

Und die Toilette verschwindet unter einer Sitzbank. Ihr Deckel schließt bündig mit einer Holzsitzfläche. "Man kann sie weiterhin gut im Alltag benutzen, aber sonst verschwindet sie einfach", erläutert Medri. Das verdeutlicht den gewünschten Wandel: Die Installationen mit Alltagsfunktion verschwinden zugunsten des Wohlfühlens.

Raumgestaltung statt Wandgestaltung

Auch die Grundeinrichtung soll weniger nach Badezimmer aussehen. So stören die klassisch verlegten Fliesen den Bad-Designer Torsten Müller. Die Fugen bringen Unruhe in den Raum, findet er. Alternativ sind größere Formate im Trend, aber auch Laminat und Tapeten sind heute tauglich für den Raum mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Eine andere Herangehensweise hat der Hersteller Burgbad. Er hat sich den Aufbau eines typischen Badezimmers angeschaut. Das Problems des Raums: Die Aufteilung ist durch die Wasseranschlüsse und Rohre relativ festgelegt. "Badarchitektur war zum Großteil immer Wandgestaltung", erläutert Sabine Meissner von Burgbad.

Ein Ansatz hier ist, diese loszulösen - so kann etwa eine Wanne frei im Raum stehen. Oder das Waschbecken kommt nicht an eine Zimmerwand, sondern an einen Raumtrenner mitten im Zimmer. Der klassische Aufbau wird aufgelöst.

Außerdem werden - etwa mit Burgbads System "rc40" - Möbel verwendet, die auch in ein Schlafzimmer passen können. Damit will Burgbad Raumgrenzen sprengen, heißt es im Katalog. Es soll kaum noch erkennbar sein, wo Schlaf- oder Badezimmer anfangen und aufhören.

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