Mittwoch, 14. November 2018

Business-Knigge Wie Verbindlichkeit den Erfolg ankurbelt

Verbindlichkeit und Vertrauen: Nicht nur im Sport muss man sich aufeinander verlassen können.
Katharina Starlay
  • Copyright: Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Katharina Starlay ist Modedesignerin, Imageberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. In Vorträgen, Seminaren und individuellen Beratungen coacht sie rund um Kleiderstil und Businessknigge. Seit 2002 berät sie auch Unternehmen für deren Außenauftritt und entwickelt Stil-Leitfäden sowie Firmenkleidung. Sie schreibt Bücher (zuletzt als Hörbuch erschienen: Der Stilcoach für Männer) und publiziert über Stilthemen: Starlay.de.

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Es gibt Menschen, von denen man weiß, dass sie antworten werden. Immer. Irgendwann, sobald sie können. Entsprechend kann man sich entspannt zurücklehnen und diese Antwort abwarten. Weil man vertraut und sich verlassen kann.

Die Reaktion oder eine Zwischenmeldung Marke "Bin landunter, melde mich nächste Woche" kommt manchmal per WhatsApp oder SMS, als Kurznachricht über eines der sozialen Netzwerke oder klassisch per Anruf. Fest steht, dass diese Menschen es verstanden haben, die Old School mit den modernen Kommunikationsmitteln zu verbinden. So viel Stil macht anziehend.

Vertrauenswürdigkeit. Verbindlichkeit. Verlässlichkeit. Wer hat eigentlich gesagt, dass diese mit der Digitalisierung zum Alteisen der Beziehungsgeflechte gehören? Und wie lässt sich diese Form der Attraktivität in den normalen Wahnsinn eines 4.0-Alltags integrieren?

Verbindlichkeit hat zwei Seiten: Die gegenüber anderen - und die gegenüber der eigenen Aufgabe und Glaubwürdigkeit. Kürzlich war ich mit einem jungen, ambitionierten Bankberater im Gespräch, der am Ende auf charmanteste Weise eine 5-Sterne-Bewertung einforderte. Nur war sein Telefonapparat im Beratungszimmer so staubig, dass man auf das Sichtfeld "Säuli" (Schweizerdeutsch: "Kleines Ferkel") hätte schreiben können. Auf den freundlichen Hinweis antwortete er, er wolle es der Reinigungskraft weitergeben…

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Was fehlte, war die Verbindlichkeit gegenüber der eigenen Aufgabe, denn der Besucherempfangsraum ist Sache des Gastgebers. Wie ein Pilot sein Flugzeug vor dem Start höchstpersönlich checkt, ist auch der Service-Check nicht nur Sache der Reinigungs-Fee, sondern die eigene Angelegenheit.

In unserer Welt von Empfehlungsmarketing und digitalen Kaufimpulsen, in der begeisterte Kunden und soziale Netzwerke zu Vertriebstreibern werden, wird es höchste Zeit, das Moderne der alten Schule wiederzubeleben. Zum Beispiel durch diese Punkte.

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