Freitag, 14. Dezember 2018

Business-Knigge Das Firmenimage ist Chefsache (und die Kleidung gehört dazu)

Stilsicher: Opel-Vorstand Tina Müller mit Julia Jäkel, Vorstandsprecherin von Gruner + Jahr
Katharina Starlay
  • Copyright: Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Wala Heilmittel / Stephanie Schweigert
    Katharina Starlay ist Modedesignerin, Imageberaterin und Mitglied im Deutschen Knigge-Rat. In Vorträgen, Seminaren und individuellen Beratungen coacht sie rund um Kleiderstil und Businessknigge. Seit 2002 berät sie auch Unternehmen für deren Außenauftritt und entwickelt Stil-Leitfäden sowie Firmenkleidung. Sie schreibt Bücher (zuletzt als Hörbuch erschienen: Der Stilcoach für Männer) und publiziert über Stilthemen: Starlay.de.

    Mehr Informationen

Der Siegeszug des Storytelling und der immer lauter werdende Ruf nach Authentizität bringen auch Firmen immer mehr in Zugzwang. Vorbei die Zeiten, in denen sich der Schuster abgelaufene Absätze als augenzwinkernde Berufsehre leistete. Heute wacht das Auge der weltweiten Community über jeden Brand und jede Personenmarke. In Zeiten der Casualisierung, also der immer lässiger werdenden Kleidung im Straßenbild, werden Symbole immer bedeutsamer und wird die Kleidung zur Sprache.

Wie bei jeder Sprache ist es aber auch der Ton, der die sprichwörtliche Musik macht. Zum Beispiel sollte auch das Gehabe dem Bild, das man abgeben möchte, entsprechen. Sonst entsteht der Eindruck der Verkleidung: Zigaretten rauchende Mitarbeiter in Arbeitskleidung vor einem Wellness-Tempel beispielsweise wirken genauso anti-authentisch wie auf den Boden spuckende Fußballidole im feinen Zwirn.

Stilfrage? Wir helfen!
Haben Sie auch eine Stilfrage an unsere Expertin? Wir greifen Ihre Anregungen gerne auf. Sie erreichen uns unter stilfragen@manager-magazin.de.

Dummerweise bewertet unser Betrachter-Auge negative oder unstimmige Eindrücke immer viel stärker und speichert sie auf der Festplatte des Gesamteindrucks ab. Kundenwerbung, -bindung und Gewinn des Kundenvertrauens beginnen also schon hier: Im Durchdenken aller Abläufe und Erscheinungsbilder und der Betrachtung der eigenen Werte. Das zu tun ist Chefsache - und kann nicht an einen Praktikanten delegiert werden.

Welche Fragen sollten Sie sich stellen, wenn Sie diese Verantwortung übernehmen?

© manager magazin 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH